Mit 50000 Euro gestartet Stiftung zum Erhalt der Belmer Christuskirche feiert Gründungstag

Von Bärbel Recker-Preuin

Das Kuratorium zum Erhalt der Christuskirche arbeitet schon jetzt auf das Kirchenjubiläum 2019 hin (von links): Arne Schipper, Hans-Jürgen Steuwer und Doris Fritz (dem Gremium gehört außerdem Manfred Wolf an). Ausgeschieden sind Dieter Runkowski und Jürgen Grandjot. Foto: Bärbel Recker-PreuinDas Kuratorium zum Erhalt der Christuskirche arbeitet schon jetzt auf das Kirchenjubiläum 2019 hin (von links): Arne Schipper, Hans-Jürgen Steuwer und Doris Fritz (dem Gremium gehört außerdem Manfred Wolf an). Ausgeschieden sind Dieter Runkowski und Jürgen Grandjot. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Belm. Der Geldsegen, den die Christusgemeinde Belm vor zehn Jahren erhielt, wirkt noch immer. Er floss damals in die Stiftung zum „Erhalt der Christuskirche“ ein. Dieses Grundkapital wurde seitdem vermehrt, und aus den Erträgen konnte vieles erreicht werden. „So kann es bis in die Ewigkeit weitergehen“, wünschte sich Pastor Arne Schipper. Bis es so weit ist, werden zunächst die nachfolgenden Generationen den Nutzen von der Stiftung haben, also eine wunderschön erhaltene Kirche besuchen können.

„Die Kirche lebt davon, dass Menschen sich für sie einsetzen“, sagte Arne Schipper während seiner Predigt zum Stiftungstag. Dieses Engagement der Gemeindeglieder ist so alt wie die vor fast zweihundert Jahren errichtete Kirche. Gleich nach dem Antrag zum Bau einer evangelischen Kirche in Belm brachten sich viele Bürger – evangelische und katholische – mit Geld- und Sachspenden und mit tatkräftiger Hilfe ein, sodass im September 1819 eine wesentlich besser ausgestattete Kirche als vorgesehen eingeweiht werden konnte.

Vor zehn Jahren war es das Vermächtnis eines Belmer Ehepaares, das namentlich nicht genannt wird. Sie spendeten 50000 Euro mit der Maßgabe, das Geld nachhaltig für den Erhalt der Christuskirche einzusetzen. Eine Stiftung wurde gegründet, sie war beispielhaft für viele weitere Gemeindestiftungen. Zu Kuratoren wurden der damalige Pastor Hans Hermann Michaelis, Jürgen Grandjot, Hans-Jürgen Steuwer und Dieter Runkowski ernannt. Das Stiftungskapital beträgt heute 80000 Euro. Die Aufstockung kam durch Zustiftungen, Spenden, Zinserträge in den ersten Jahren und durch die kontinuierliche Befüllung des Opferstocks zustande. Rund 11000 Euro der Erträge flossen in verschiedene Projekte. Sie wurden gemäß dem Stiftungszweck zum Erhalt und zur Verschönerung der Kirche eingesetzt. Zum Beispiel wurden die Glockenläuteanlage, das Altarbild, Fassaden und Fenster saniert, und eine neue Verstärkeranlage wurde installiert.

Nach zehn Jahren Kuratoriumsarbeit schieden Dieter Runkowski und Jürgen Grandjot aus. Für sie wurden Doris Fritz und Manfred Wolf berufen. Vorsitzender ist Pastor Arne Schipper.

Damit im September 2019 das 200-jährige Jubiläum in einer herausgeputzten Kirche begangen werden kann, ist die Wunschliste des neuen Kuratoriums lang. Doris Fritz nannte drei Vorhaben, die aus den Stiftungserträgen realisiert werden sollen: die Erneuerung der Innenbeleuchtung, die Sanierung der bleiverglasten Fenster und die Neugestaltung des Platzes vor der Kirche. Damit das gelingt, will das Kuratorium für die Stiftung werben, um Zustiftungen und Spenden bitten. Denn je höher das Grundkapital, desto größer die Erträge. Das Grundkapital wird dabei niemals angetastet. Menschen, die der Christuskirche zugetan sind, sollten sich also anstiften lassen, so Arne Schipper.