Viel Grün und etwas Glitter Grundschule Belm plant naturnahen Pausenhof

Meine Nachrichten

Um das Thema Belm Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Einige Traumschulhöfe sind bereits fertig, die Grundschulkinder gestalteten ihre Wünsche als Modell, Christian Röhnisch, Heidrun Nelle und Karen Öhlbüttel halfen mit. Foto: Bärbel Recker-PreuinEinige Traumschulhöfe sind bereits fertig, die Grundschulkinder gestalteten ihre Wünsche als Modell, Christian Röhnisch, Heidrun Nelle und Karen Öhlbüttel halfen mit. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Belm. Die Schule wird durch die Pausen erst richtig schön, besonders dann, wenn der Schulhof den Kindern gefällt und sich alle wohlfühlen. An der Grundschule Belm entsteht ein solcher Freiraum, der viel Bewegung, Spaß und neue Sinneserfahrungen zulässt. Das Beste ist, dass die Kinder ihren Schulhof mitplanen. Der Förderverein, Schulleitung und die Ideenwerkstatt Lebens(t)raum unterstützen sie dabei.

Die Belmer Grundschüler wissen genau, wie der Schulhof ihrer Träume aussieht. Felix möchte eine Seilbahn und Pia mehr Rasen. Graue Steine findet sie gar nicht schön. Auch Milo steht auf mehr Farbe. Er teilt mit seinem Schulleiter Christian Röhnisch einen Wunsch. Beide möchten ein grünes Klassenzimmer. Für Karen Öhlbüttel, Vorsitzende des Fördervereins, steht die vielseitige Nutzung der vorhandenen Bäume im Vordergrund. Der kleine Wald sei ideal zum Balancieren und Klettern. Dann gibt es noch einen Renner: ein Baumhaus und rund herum etwas Glitter.

Heidrum Nelle und Markus Brand, Landschaftsarchitekten der Ideenwerkstatt „Lebens(t)raum“, sehen diese pralle Gestaltungswunschliste mit Vergnügen, denn sie gibt ihnen reichliche Möglichkeiten der Gestaltung. „Dieses Projekt gelingt, wenn alle mitmachen“, betonte Christian Röhnisch.

So begann das Projekt der Schulhofgestaltung: Der Schulhof der Grundschule Belm ist weitläufig, aber wenig attraktiv. Einzelne Spielgeräte anzuschaffen wäre Kleinarbeit und würde letztlich nicht dem Wunsch der Kinder entsprechen, meinte der Förderverein. Die Ideenwerkstatt Lebens(t)raum (Bad Salzuflen) wurde in die Schule gebeten. „Ein Schulhof ist Lebensraum“, so Heidrun Nelle und Markus Brand. Das heißt: Der Schulhof muss Anregungen und Spielfreude geben, er muss Bewegung und Ruhe zulassen und Erfahrungen mit der natürlichen Umgebung vermitteln. Da die Kinder am besten wissen, wo etwas auf dem Schulhof fehlt und was besser sein könnte, luden die Planer zum Malwettbewerb ein. Auf Papier entstanden die ersten Ideen, wie der Hof aussehen könnte. In der zweiten Phase gestalteten 17 Kinder ihren Wunsch-Schulhof als Modell. Sie modellierten mit Sand, Erde und Steinen, bauten Minibaumhäuser und spannten Fäden als Seilbahnen. Die Modelle waren für Heidrun Nelle die Grundlage für den ersten Grundrissplan. „Hier könnte das grüne Klassenzimmer unter Obstbäumen entstehen und hier wäre ein Weg mit Glitter“, so die Landschaftsplanerin.

Dieser Plan wird sich weiterentwickeln und die Umsetzbarkeit geprüft werden, auch die finanzielle. Natürlich hofft der Förderverein auf viele Unterstützer. „Der Vorteil dieses Projektes ist, dass wir es Schritt für Schritt umsetzen können“, sagt Karen Öhlbüttel. Wenn der Plan steht, kommt es auf die Tatkraft der Eltern und aller anderen Helfer an. Denn auch die gemeinsamen Arbeitseinsätze gehören zum Projekt. Jedenfalls soll die erste Erde zur naturnahen Schulhofumgestaltung im Juni nächsten Jahres bewegt werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN