Freude über hohe Auslastung Mensa in der Belmer Johannes-Vincke-Schule muss erweitert werden

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2007 ist die Mensa an der Johannes-Vincke-Schule in Belm gebaut worden. Jetzt soll sie erweitert werden. Archivfoto: Elvira Parton2007 ist die Mensa an der Johannes-Vincke-Schule in Belm gebaut worden. Jetzt soll sie erweitert werden. Archivfoto: Elvira Parton

Belm. Dass Raumnot für Erleichterung sorgt, kommt selten vor: Nachdem die neue Mensa der Johannes-Vincke-Schule zunächst kaum besucht wurde, erreicht sie inzwischen ihre Kapazitätsgrenze. Für die Verantwortlichen in Belmer Rat und Verwaltung eine gute Nachricht.

„Wer hätte sich das vor fünf Jahren träumen lassen?“ Mit dieser rhetorischen Frage sprach Belms zuständiger Fachdienstleiter Uwe Harbig aus, was wohl die meisten Mitglieder im Schul- und Kulturausschuss dachten. Als Ergänzung zu den Landesmitteln hatte die Gemeinde Belm einen Eigenanteil von knapp 120000 Euro eingebracht, um in der Johannes-Vincke-Schule eine Mensa zu bauen. Für den Essenssaal mussten das Schülercafé und ein Aufenthaltsraum weichen. Ergebnis: Im November 2011 berichtete der damalige Schulleiter Kersten Klausing, dass zwar rund 130 Schüler das Nachmittagsangebot nutzten, sich aber häufig nur eine Handvoll von ihnen zum Essen in der Mensa anmelden würden.

Diese Situation gehört längst der Vergangenheit an. „Der Mittagessen-Bedarf wächst, auf Dauer ist die Mensa nicht ausreichend groß“, sagte Ute Haehnel, Konrektorin und derzeit kommissarische Leiterin der Oberschule. Auch Bürgermeister Viktor Hermeler freute sich über diese Information: „Jahrelang haben wir uns gewünscht, dass die Mensa ausgelastet ist. Jetzt ist es so, und da müssen wir sehen, dass wir eine gute Lösung finden.“

Überrascht reagierten die Ausschuss-Mitglieder darauf, dass unter den 43 Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr sieben Schüler aus der Stadt sind. „Es wäre natürlich schon interessant zu erfahren, warum die Kinder nach Belm kommen“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Christoph Möller (CDU).

Deutlich weniger Begeisterung kam auf, als Katja Walkenhorst, die Konrektorin der Belmer Grundschule, ein Problem ansprach: „Wir bekommen von Jahr zu Jahr immer mehr Schüler mit Entwicklungsstörungen, deshalb könnten wir gut einen FSJler gebrauchen, der uns im Umgang mit diesen Kindern unterstützt.“

Bürgermeister Viktor Hermeler hielt dem entgegen, dass das Land Niedersachsen Träger der Bildungshoheit sei und die Kommune sich eigentlich nur um die Sachausstattung einer Schule zu kümmern habe. Schon jetzt würde die Gemeinde über ihre Pflichten hinausgehen – ohne dafür Anerkennung zu erfahren. „Die Eltern sehen leider immer nur das, was noch fehlt.“ Der Ausschussvorsitzende Christoph Möller sagte, man wolle die Anregung an die Verwaltung weitergeben und schauen, ob eine Unterstützung der Lehrer möglich wäre.

Uwe Harbig, Fachdienstleiter für Organisation, Kultur und Finanzen, zog dann in seinem Verwaltungsbericht noch ein positives Fazit des diesjährigen Belmer Kultursommers. Besonders gut angekommen sei der „Kultursommer on Tour“, dabei trat die bekannte Band „Hermann Lammers Meyer & The Emsland Hillbillies“ in Vehrte auf. Veronika Bode (SPD) sagte, sie habe von vielen Vehrtern gehört, dass sie sich wünschen würden, der Kultursommer würde auch im nächsten Jahr in ihrem Ortsteil Station machen.

Bürgermeister Viktor Hermeler entgegnete, dass man auch in den nächsten Jahren jeweils ein Kultursommer-Konzert in einem der Belmer Ortsteile veranstalten würde – das könne aber natürlich nicht immer Vehrte sein. „Man sollte es aber schaffen können, in Vehrte auch Musik-Veranstaltungen außerhalb des Kultursommers zu machen.“


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