Zwergitaliener versus Ägypter Tag der offenen Tür beim Rassegeflügelzuchtverein Vehrte

Von Stefanie Preuin

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Am Tag der offenen Tür beim Rassegeflügelzuchtverein Vehrte präsentiert Matthias Thörner, stellvertretender Vorsitzender, einen Zwergitaliener. Foto: Stefanie PreuinAm Tag der offenen Tür beim Rassegeflügelzuchtverein Vehrte präsentiert Matthias Thörner, stellvertretender Vorsitzender, einen Zwergitaliener. Foto: Stefanie Preuin

Belm. Das lässige Friesenhuhn pickt in aller Ruhe, der feurige Zwergitaliener sorgt für Unruhe, und Zwerg-Dresdner Klara ziert sich. Und gerade diese Vielfalt wird großgeschrieben beim Rassegeflügelzuchtverein Vehrte. Beim Tag der offenen Tür informieren sich die Besucher über Schönheitsmerkmale und artgerechte Haltung.

Der Rassegeflügelzuchtverein Vehrte hat Tradition, seit 1928 werden Tauben, Hühner und Ziergeflügel, wie Fasane, gehegt und gepflegt. „1984 haben wir die Zuchtanlage gebaut, wir waren damit die Ersten im Landesverband“, erzählt Präsident Josef Braak stolz. Beim Tag der offenen Tür tagen zudem Zuchtbuch und der Kreisverband. Besonders wichtig ist für die Züchter auch die anschließende Tierbesprechung. Da heißt es schnell, Hop oder Top für das Geflügel, denn nicht alle Tiere sind für die Zucht geeignet. Krumme Zehen? Schwierig. Die Voraussetzungen für den festgelegten Standard sollten gegeben sein, um ein Tier auszustellen und womöglich Preise einzuheimsen. „Die Tiere sind noch nicht in der Mauser, werden hier also nur besprochen und nicht prämiert“, erklärt Josef Braak. Der neue Federlook in seiner vollen Pracht wird im November den Preisrichtern und Interessierten präsentiert.

„Uns liegt die artgerechte Haltung der Tiere am Herzen, sie bekommen so viel Platz, wie sie brauchen“, erklärt Präsident Josef Braak. Ohne die Volieren hätten sie aber zu große Verluste durch Greifvögel. Auch Raritäten wie die holländischen Friesenhühner tummeln sich auf dem Gelände und brauchen besondere Pflege von den 15 aktiven der 50 Mitglieder. „Zwei bis drei Stunden Arbeit investieren wir täglich in unser Hobby“, berichtet der zweite Vorsitzende Matthias Thörner. Dass die Rassegeflügelzucht auch die jüngere Generation anspricht, beweist Thörners Sohn Fabian. Der 13-Jährige geht behutsam mit seinem Zwerg-Dresdner um, beim Einfangen ziert sich die temperamentvolle Klara noch ein wenig – die Junghenne ist wohl noch in der Ausbildung.


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