Tag der offenen Tür in Belm Viel los im Christus-Kindergarten und Familienzentrum

Von Claudia Sarrazin


Belm. Zum Sommerfest und Tag der offenen Tür laden der Christus-Kindergarten und das Familienzentrum Belm ein. Unter dem Motto „Spielräume für Groß und Klein“, erwarten die Besucher am Samstag, 20. September, von 15 bis 18 Uhr verschiedene Aktionen und Informationsstände.

„Wir haben den Weltkindertag am 20. September als Aufhänger für unser Sommerfest gewählt“, berichtete Gaby Seling, Leiterin des Christus-Kindergartens und des Familienzentrums, im Vorfeld. Und weil der Weltkindertag in diesem Jahr unter dem Motto „Jedes Kind hat Rechte!“ stehe, laute das Motto des Sommerfestes auch „Spielräume für Groß und Klein“, erklärte Seling. Schließlich hätten Kinder auch ein Recht auf Räume zum Spielen.

Für die Besucher des Festes hat die Belmer Einrichtung ein Programm organisiert, dass sich sehen lassen kann. So bietet der Förderverein der Grundschule „Airbrush Tattoos“ an, während Kinder und Erwachsene sich in der „Fotobox“ mit und ohne Verkleidungsutensilien ablichten lassen können. Und um 16 und um 17 Uhr führt darüber hinaus eine Theatergruppe, bestehend aus Krippenkindern, das Stück „Das kleine Häslein“ auf. Davon abgesehen, können junge und ältere Besucher unter anderem beim Sackhüfen und beim Krötenlaufen mitmachen. Außerdem dürfen Kinder am Stand der Musikschule verschiedene Musikinstrumente ausprobieren, und es gibt zur Stärkung Waffeln, Würsten und Eis sowie Getränke.

Während dieser Teil des Programms für Spiel, Spaß und Spannung sorgt, nutzen die Kita und das Familienzentrum das Sommerfest auch, um über ihre Arbeit und ihre Kooperationen zu informieren. Deshalb werden unter anderem die Familiensprechstunde, das Kinderservicebüro und die Gemeindebücherei jeweils mit einem Informationsstand auf dem Fest vertreten sein. „Ich würde mich wirklich freuen, wenn aus der ganzen Gemeinde Gruppen und Besucher kommen würden“, so Seling, die alle einlud vorbeizuschauen: „Bei uns sind alle willkommen.“

Da der Christus-Kindergarten vor gut zwei Jahren als Familienzentrum ausgewiesen wurde, bieten das Fest und der Tag der offenen Tür auch eine Gelegenheit, auf die bisherige Arbeit dieser neuen Institution zurückzublicken. „Es war als wenn die Leute darauf gewartet hätten“, so Selings Resümee. Außerdem freue sie sich unglaublich, dass das Elterncafé so gut laufe. Diesen offenen Treff bietet das Familienzentrum jeden Mittwoch von 16 bis 17 Uhr an. Darüber hinaus gibt es im Familienzentrum Erziehungskurse für Eltern sowie Erste-Hilfe-Kurse für Eltern und Kinder und einmal pro Monat montagmorgens eine Familiensprechstunde. Das Angebot wird außerdem durch Englischkurse für Kinder, eine von der evangelischen Familienbildungsstätte organisierte Waldwoche, eine Sozial- und Schuldnerberatung sowie Eltern-Kind-Treffen und Elternfrühstücke der Diakonie vervollständigt. Manche dieser Angebote betreuen die Mitarbeiterinnen der Kita, andere werden von Eltern oder Kooperationspartnern in den Räumen im Gustav-Meyer-Weg 28 umgesetzt.

Außerdem ist das Familienzentrum Teil des Projektes „Aufschwung“ der Leiterin des Familien- und Kinderservicebüros Barbara Weber und der evangelische Nachbarschaftshilfe „Tatkraft“. „Durch das Familienzentrum wurde das Netzwerk innerhalb der Gemeinde intensiviert und verbessert“, stellte Seling fest und fügte hinzu: „Und ich habe natürlich viel mehr Kontakt mit Eltern – auch mit Eltern, deren Kinder nicht hier in den Kindergarten oder die Krippe gehen.“ Das Familienzentrum helfe durch seine für alle offene Angebote, Hemmschwellen abzubauen, und erleichtere den informellen Erfahrungsaustausch.

Zu den Eltern, die regelmäßig zum Elterncafé kommen, gehören unter anderen Melanie Riley, Jessica Paul und Denise Wegner mit ihren Kindern. „Die Kinder können hier schön spielen, es gibt für sie immer ein tolles Angebot, und wir können uns austauschen“, erklärte Riley auf die Frage, warum sie zum Elterncafé kommt, und Wegener bestätigte: „Ich finde es super, dass die Kinder spielen und wir hier so nett zusammensitzen können.“ Und Paul fügte noch hinzu: „Wir sind fast immer da, es sei denn, das Wetter ist zu schlecht oder einer ist krank.“

Derweil bastelten die älteren Töchter der Frauen, Laura (10) und Juliane (9), mit der Erzieherin Anna Kretz aus schwarzen Socken Fledermäuse. „Wir basteln beim Elterncafé immer etwas, das die Kinder mit nach Hause nehmen können“, so die Erzieherin, der an diesem Veranstaltungsformat besonders gefällt, „dass von Kleinkindern im Kinderwagenalter bis zu Zehnjährigen alle zusammenspielen“. Marina Imsieke, die in diesem Moment mit ihrer Tochter auf dem Spielplatz war, lobte hingegen am Elterncafé“: „Die nette Atmosphäre und die netten Kontakte sowie den Außenspielplatz – sonst gibt es in Belm keine guten Spielplätze.“