Interview mit Sven Linnemann Belmer Kultursommer 2015 auch in Icker

Von Sandra Dorn


Belm. Neuer Marktplatz, neue Bühne und ein Gastspiel in Vehrte: Der Belmer Kultursommer hatte in diesem Jahr einige Premieren zu bieten. Wie fällt die Bilanz der Gemeinde für die Musikreihe aus? Wir haben mit Sven Linnemann aus dem Organisationsteam des Kultursommers gesprochen.

Herr Linnemann, Ihr Kollege Dirk Meyer sagte im Juni, Sie müssten in diesem Jahr den Kultursommer neu lernen und bat schon im Voraus um Verständnis, wenn noch nicht alles reibungslos laufen sollte. Was war die größte Herausforderung?

Zum einen natürlich die Umgestaltung des Marktplatzes . Die Bühne ist neu, größer und stand anders. Zum anderen hatten wir eine neue Strom- und Wasserversorgung und vier große Marktschirme, die die beiden Zelte ersetzten.

Das klingt alles eher nach Vor- als nach Nachteilen.

Sicher, aber auch unerprobt. Das Flair des neu gestalteten Marktplatzes kam bei den Besuchern überwiegend positiv an, viel sommerlicher als vorher mit dem alten Pflaster. Die ersten drei Wochen hatten wir noch keinen Strom an den neuen Versorgungsschächten, sodass dies über Baustromkästen sichergestellt wurde. Als die dann weg waren, lief alles reibungslos, mit dem Vorteil, dass wir mit der Infrastruktur näher an den Ständen waren.

Wie kam die neue mobile Bühne an?

Einige Bands kannten noch die alte Holzbühne und waren begeistert von der neuen Bühne. Viele haben gesagt: „Boah, macht das Spaß, hier auf der Bühne zu stehen.“ Auch die Besucher haben mehrfach betont, dass sich die Anschaffung der neuen Bühne gelohnt hat.

Die Besucherzahlen waren stark schwankend. Am ersten Abend mussten Sie mit dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft konkurrieren, dann kam der verregnete August. Sind Sie trotzdem zufrieden mit der Resonanz?

Der erste Abend war durch das Länderspiel sehr mäßig besucht, in der Tat. Insgesamt hatten wir aber 2500 bis 3000 Besucher in diesem Sommer, ähnlich wie in den Vorjahren, trotz verregneter Abende im August . Die Besucherzahlen liegen schon so, wie wir uns das wünschen und erhoffen. Bis auf einzelne Abende waren immer mindestens 250 Gäste auf dem Marktplatz, teils 500 bis 550, auch aus dem Umland, zum Beispiel aus Bramsche und Melle.

Zum Abschlussabend nach Vehrte kamen 500 Besuche r. Wird es nächstes Jahr wieder ein Gastspiel dort geben?

Das in Vehrte war ein Top-Abend. Das Wetter hat mitgespielt, und die Musik ist super angekommen, auch das Flair mit den Lichterketten an den Bäumen war super. Die Vehrter haben gesagt: „Toller Abend, bräuchten wir häufiger.“ Wir werden auch nächstes Jahr einen Kultursommerabend in einem Ortsteil haben und das wird 2015 in Icker sein. Durch den erfolgreichen Abend in Vehrte hat sich aber auch gezeigt, dass Musikabende wie der Kultursommer in Vehrte ankommen. Vielleicht ergibt sich ja im kommenden Jahr auch ohne den Titel „Kultursommer“ eine Gelegenheit.

Was erwartet die Zuschauer im kommenden Jahr für ein Programm am Marktring?

Musikmäßig haben wir dieses Jahr wieder ein breites Spektrum gehabt, da war für jeden etwas dabei, von Country über Blasmusik bis Dixieland-Jazz. Das soll auch weiter so sein. So kamen beispielsweise am letzten Abend in Vehrte sogar Leute aus Essen, Münster und Hannover, um Country-Musik zu hören.

Wird es den Weinstand des Forum Belmer Unternehmer (FBU) wieder geben?

Wir haben uns sehr gefreut über das Engagement des FBU und werden sicher wieder über eine Beteiligung im nächsten Jahr sprechen. Natürlich ist das ja eine echte Bereicherung.

Geht also schon die Planung für 2015 los?

Ja, wir haben jetzt schon viele Musikanfragen. Im Herbst geht es mit den Planungen wieder los, und wir müssen schauen, wie wir ein bestmögliches Programm für 2015 anbieten können. Dann ist auch wieder die Routine da, denn wie es auf dem neuen Marktplatz in Belm läuft, haben wir ja jetzt gelernt.