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318 Reiter Turnier für Islandpferde dieses Wochenende in Belm

Von Claudia Sarrazin | 26.05.2016, 23:33 Uhr

Die Ipol-Power-Tage, ein Sportturnier für Reiter von Islandpferden, sorgen noch bis Sonntag, 29. Mai, für Spaß und Spannung auf der Anlage der Islandpferdereiter Osnabrücker Land (Ipol) an der Holststraße in

318 Reiter zwischen sechs und 60 Jahren nehmen mit ihren Pferden an dem Turnier teil. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, starteten die ersten Prüfungen bereits am Donnerstag.

Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Hund

Programmtipps hatte die Ipol-Pressewartin Andrea Merfeld: „Am Freitag öffnet um 20 Uhr unsere Cocktailbar, und Samstag um 14.10 Uhr beginnt der Horse-und-Dog-Trail.“ Dabei käme es vor allem auf das harmmonische Zusammenspiel von Reiter, Pferd und Hund an. Weitere Tipps seien die Hengstshow am Samstag um 18.15 Uhr und der „Kostümtölt“ ab 22 Uhr. Der Tölt ist eine vererbte Spezialgangart von Islandpferden im Vierteltakt, die vom Tempo her zwischen Schritt und Galopp variiere. „Beim Kostümtölt geben wir kein Thema vor, oft sind Reiter und Pferd verkleidet“, so Merfeld, die zudem auf den „Speedpass“ am Sonntag um 11.30 Uhr hinwies. Der Rennpass sei eine weitere Spezialgangart, bei der die Pferde bis zu 45 Kilometer pro Stunde schnell werden können.

Entspannte Atmosphäre

Natascha Josefine Brücher aus Siegen nimmt seit fünf oder sechs Jahren an den Ipol-Power-Tagen in Belm teil und lobte: „Die Atmosphäre hier ist schon etwas besonderes, die Ovalbahn ist schön gelegen, und die Leute sind super nett.“ Außerdem seien die Preise toll. „Die legen sich hier echt ins Zeug“, so Brücher, und Jonathan Rahe fügte hinzu: „Auf anderen Ovalbahnen stehen nicht so viele Bäume, hier hat man das Gefühl in den Wald hinein zu reiten.“ Das entspanne vor allem junge Tiere.

Islandpferde entwickeln sich spät

Diese jungen, fünf- bis sechsjährigen Islandpferde reiten in Futurity-Prüfungen mit. Islandpferde entwickeln sich spät und werden erst mit vier Jahren eingeritten. „Bei den Futurity-Prüfungen wird kommentiert was gut und was nicht so gut ist, aber auch wie sich die Tiere noch entwickeln könnten“, erklärte Rahe, und Merfeld berichtete, dass die Islandpferde zwar „spätreif“ wären, dafür aber lange Turniere reiten können. Im vergangenen Jahr sei ein sogar ein 29 Jahre altes Islandpferd mitgeritten. Und auch Brücher reitet ein älteres Tier: „Engill de Bourbon ist schon 23 Jahre alt, aber noch topfit“, freute sich die Reiterin, die mit ihrem Pferd eine Kür für eine „Gehorsams-Prüfung“ mit selbst geschnittener Burlesque-Musik vorbereitet hat. (Weiterlesen: Zum Ortsportal )