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Künstlerin Margit Rusert und die Realität der medialen Bildwelt Ausstellung im Belmer Rathaus eröffnet

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„Verwerfungen“ lautet der Titel einer Frottageserie, in der Margit Rusert das Thema Medien aufgreift. Foto: Kollorz„Verwerfungen“ lautet der Titel einer Frottageserie, in der Margit Rusert das Thema Medien aufgreift. Foto: Kollorz

BELM. Im Belmer Rathaus ist eine Ausstellung der Künstlerin Margit Rusert eröffnet worden. Die Gäste der Vernissage wurden durch einen schwungvoll gespielten Gruß der Konzertpianistin Julia Habiger-Prause empfangen. Um die große Bandbreite des künstlerischen Schaffens Ruserts zu verdeutlichen, folgte Frederic Chopins „Grande Valse Brillante As-Dur“ kurze Zeit später Erik Saties schwermütige Komposition „1ère Gnossiennes“.

Letztere passt wunderbar zu den sphärischen Ölmalereien Ruserts, die weitaus mehr als eine Hobbykünstlerin ist: 1992 bis 2003 studierte die heute 50-Jährige Kunst und Literaturwissenschaften an der Uni Osnabrück mit den Schwerpunkten Malerei, Bildhauerei und Grafik sowie Kunsttherapie.

1999 war sie Trägerin des Förderpreises der Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock im Bereich Bildhauerei. Seit neun Jahren arbeitet Rusert als freischaffende Künstlerin in Osnabrück und lebt in Georgsmarienhütte.

„An die Gemeinde Belm habe ich persönlich sehr positive Erinnerungen“, verriet Rutert, die sich in der Vergangenheit intensiv mit Tanz, Performance und Improvisation beschäftigt hat und hier schon mal Tanzkurse für junge Mädchen mit Migrationshintergrund leitete.

„Als Mutter von drei fußballbegeisterten Jungs haben natürlich auch die Hallenturniere in Belm-Powe einen prägenden Eindruck hinterlassen“, so die Künstlerin, die ihre Bilder seit 2009 nicht mehr außerhalb des „offenen Ateliers“ an der Martinistraße ausgestellt hat.

Neben großflächigen Ölgemälden wie der Serie „The show-off blue and green“, die beim Betrachten eine gewünschte Landschaftsassoziation erzeugen, werden auch verschiedene Bilder, Frottagen und Skulpturen ausgestellt, die dem Thema Medien gewidmet sind.

All diese Arbeiten Ruserts setzen sich intensiv mit der „Realität“ auseinander, die uns täglich in der medialen Bildwelt begegnet. So beschäftigt sich etwa eine Serie namens „Verwerfungen“ mit dem Nebeneinander der Bilder von schrecklichen Naturkatastrophen und ihren Opfern und schillernden Bildern aus der Werbung.

Das Konzept der Ausstellung verbindet die sehr unterschiedlichen Arbeiten Ruserts und stellt sie einander entgegen: den sehr stillen, leeren Raum gegenüber dem sehr vollen, vielfältig bunten.

Stets bleibt Platz für persönliche Assoziationen.

„Man kann nicht unbeteiligt an ihren Bildern vorbeigehen“, attestierte Doris Fritz, stellvertretende Belmer Bürgermeisterin, der Künstlerin, bevor sich die Gäste der Vernissage selbst ein Bild von den Werken machten.

Die Ausstellung „...sich ein Bild machen...“ ist bis zum 4. Mai zu den Öffnungszeiten des Belmer Rathauses zu sehen. Ein Teilerlös jedes verkauften Bildes soll der örtlichen Einrichtung „Spes Viva Trauerland“ zugutekommen.


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