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Wachstum in der Wirtschaftskrise AVO-Gewürzwerke eröffnen neuen Betriebsteil am Standort Belm

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Eröffneten die neuen Hallen der AVO-Werke in Belm (von links): Guido Maßmann, Hans-Jürgen Falkenstein und Bernhard Loch. Foto: Egmont SeilerEröffneten die neuen Hallen der AVO-Werke in Belm (von links): Guido Maßmann, Hans-Jürgen Falkenstein und Bernhard Loch. Foto: Egmont Seiler

Belm. Gegessen wird immer und gewürzt offensichtlich auch. So ist zu erklären, dass der Gewürzhersteller AVO in der schlimmsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit den Mut besaß, die größte Investition der Firmengeschichte in Gang zu setzen. Jetzt wurden die 18 Millionen Euro teuren neuen Werkhallen eingeweiht.

„Wachstum muss gefeiert werden“ – unter diesem Motto hatte die Geschäftsleitung der AVO-Werke August Beisse GmbH Geschäftspartner, Baubeteiligte und Vertreter des öffentlichen Lebens eingeladen, um die in nur sieben Monaten Bauzeit erstellte Betriebserweiterung vorzustellen. „AVO 2013“, so der firmeninterne Projektname, beinhaltet ein neues Trockengewürz-Mischwerk auf 2400 Quadratmetern mit modernsten Verwiege-, Misch- und Dosiersystemen für zehn Millionen und ein neues Versandlager mit 35000 Hochregal-Lagerplätzen für acht Millionen Euro.

„Wir haben es gewagt, weil wir damit das Unternehmen und die Arbeitsplätze sicherer machen“, sagte Geschäftsführer Bernhard Loch. „Glücklicherweise hat unser stetiges Wachstum auch in den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise unseren Mut belohnt und unserer Investitionsentscheidung recht gegeben“, ergänzte Mitgeschäftsführer Guido Maßmann. Man sei in den Planungen von einem jährlichen Umsatzwachstum von vier Prozent ausgegangen. Tatsächlich seien es im Durchschnitt acht Prozent geworden. So werde man schneller als geplant die vergrößerten Kapazitäten auch ausschöpfen können.

Ganz bewusst habe man in den Stammsitz Belm investiert und nicht etwa in eine der Auslandstochterfirmen, „weil hier einfach alles stimmt“, sagte Loch. Bürgermeister Bernhard Wellmann nahm das Zuspiel an: „Dass ein Bürgermeister strahlt, wenn beim größten Arbeitgeber am Ort alles rund läuft und er erweitert, das werden Sie verstehen können“, verkündete er gut gelaunt. Auch IHK-Geschäftsführer Hans-Jürgen Falkenstein dankte der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern: „Mit Ihrem Mut haben Sie unsere Region vorangebracht!“ Während andere Firmen Arbeitsplätze abgebaut hätten, habe der „Job-Motor AVO“ in den letzten zehn Jahren von 300 auf 600 Mitarbeiter zugelegt. Der stellvertretende Landrat Hermann Meyer überbrachte die Glückwünsche des Landkreises.

Im Zuge der Neubauten wurde auch eine Fotovoltaikanlage auf den Dächern installiert. Sie liefert etwa 20 Prozent der benötigten Strommenge. „Jedenfalls, wenn die Sonne scheint“, sagte Loch. Er bat alle Gäste, sich für viel Sonnenschein einzusetzen. Für das Kraftwerk, aber auch für eine sonnige Zukunft der AVO-Werke insgesamt. Und zur Förderung der Lieblingsbeschäftigung der Deutschen im Sommer, des Grillens. Mit Würzmarinade von AVO.


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