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650 Menschen von Evakuierung betroffen Erneute Bombenräumung in Belm-Vehrte am 31. Oktober

Erst Ende März war in Vehrte ein Blindgänger gesprengt worden. Am 31. Oktober steht nun die nächste Bombenräumung an.Erst Ende März war in Vehrte ein Blindgänger gesprengt worden. Am 31. Oktober steht nun die nächste Bombenräumung an.
David Ebener

Belm. Zum zweiten Mal in diesem Jahr kommt es im Belmer Ortsteil Vehrte zu einer Bombenräumung. Am Sonntag, 31. Oktober, müssen deshalb rund 650 Bewohner bis 10 Uhr ihre Häuser verlassen.

"Der gesamte Vehrter Bereich nördlich der Bahn gehört zum Evakuierungsgebiet", sagt Bürgermeister Viktor Hermeler im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Gewerbegebiet, die ehemalige Nato-Siedlung, das kleine Neubaugebiet und der Bereich an der Dorfstraße müssen am 31. Oktober bis 10 Uhr geräumt werden. "Die Grenze verläuft dann im Prinzip parallel zur Bremer Straße." 

Die betroffenen Bewohner können sich während der Blindgänger-Entschärfung in der Grundschule Vehrte aufhalten, dort wird ein Evakuierungs-Zentrum eingerichtet. Eine genaue Darstellung des Evakuierungs-Bereichs finden die Bürger auf der Website der Gemeinde unter belm.de/evakuierung-vehrte. Weitere Informationen werden den betroffenen Bewohnern auch noch als Hauswurfsendung zugestellt.

Vermutlich die letzte Bombenräumung in Vehrte

Es ist bereits die zweite Bombenräumung im Ortsteil Vehrte in diesem Jahr, schon im März mussten drei Blindgänger entschärft werden. Das Evakuierungsgebiet war im Frühling allerdings deutlich größer, knapp 3000 Bürger mussten damals ihre Häuser verlassen. "Mit Vehrte sind wir dann eigentlich durch", sagt Bürgermeister Hermeler. Versprechen wolle er aber niemandem, dass es nicht doch noch einmal zu einer Evakuierung in dem Ortsteil komme. "Es kann leider immer wieder passieren, dass auf den Luftbildern, die wir erworben haben, neue Verdachtspunkte auftauchen." Die nächsten Sondierungen sollen dann verstärkt den Ortsteil Icker betreffen. 

Mit der zweiten Bombenräumung in diesem Jahr liegt die Gemeinde deutlich über den finanziellen Mitteln, die im Haushalt für diese Zwecke eingestellt wurden. "Genaue Kosten kann ich noch nicht nennen, aber es sind deutlich mehr als 50.000 Euro." Hermeler bedauert ausdrücklich, dass in Niedersachsen die Kommunen für die Kosten der Bombenräumung aufkommen müssen. "Das ist wirklich schade - ändern kann ich es nur leider auch nicht."


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