Internationale Partnerschaften Kolping-Diözesantagung in Belm

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<em>Die weltweite Partnerschaft</em> stand am Wochenende im Mittelpunkt der Diözesanversammlung des katholischen Kolpingwerkes auf Hof Gehrs in Belm. Foto: Elvira PartonDie weltweite Partnerschaft stand am Wochenende im Mittelpunkt der Diözesanversammlung des katholischen Kolpingwerkes auf Hof Gehrs in Belm. Foto: Elvira Parton

Belm. Weltweite Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit: Diese Aspekte standen am Wochenende bei der Diözesanversammlung des katholischen Kolpingwerkes im Mittelpunkt. Auf Hof Gehrs in Belm wurde dabei deutlich, wie sehr die Kolpingfamilien bis hin zum Verband Kolping International die Partnerschaften leben.

Von der Verbandsspitze aus Köln reiste eigens Generalsekretär Markus Demele an. Der promovierte Sozialwissenschaftler und Theologe stellte den rund 300 Tagungsteilnehmern die Arbeit des internationalen Kolpingwerkes vor. „Die auch weltweite Ausrichtung von Kolping bietet eine ganz große Chance, vielleicht sogar die Überlebenschance für unseren Verband“, führte der 35-Jährige aus. Aktuell sei man in mehr als 60 Ländern mit 400000 Mitgliedern aktiv. Nach einer Phase des Wachstums mit neuen Mitgliedsländern und Verbänden, wolle man nun verstärkt die Basis verbreitern. „Es geht nicht nur um mehr Geld und Materielles. Wir wollen im Sinne von Adolph Kolping auch mehr Mensch“, sagte Demele.

Die Finanzierung der internationalen Partnerschaft gelinge mit stabilen 1,5 Millionen Euro Spendengeldern und öffentlichen Zuschüssen von 6,5 Millionen Euro. „Das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit arbeitet so eng mit uns zusammen, weil unser Entwicklungsmodell so erfolgreich ist“, erklärte Demele anhand eines Projektes in Tansania. Dort schafften es vormals ärmere Menschen durch technische Schulungen und eigene Erfindungen in die Mitte der Gesellschaft.

Der Blick in die weite Welt mache Freude, meinte der Generalsekretär, beim Blick nach Deutschland spüre er aber oft Resignation. Dagegen empfahl Demele folgende Rezepte: „Wir müssen aktiv bleiben und Armut wahrnehmen. Dazu brauchen wir Allianzen mit Gewerkschaften und Bewegungen wie attac und der Occupy-Bewegung.“ Gerade bei neuen sozialen Strömungen treffe man viele junge Leute, die ebenfalls eine gerechte Welt auf ihre Fahnen schrieben. „Öffnen wir uns auch dem Internet, Twitter oder Facebook: Tue Gutes und rede darüber“, empfahl er den Kolpingern.

Gäste von den Philippinen – der Kolping-Diözesanverband Osnabrück hat seit sechs Jahren eine Partnerschaft mit dem dortigen Nationalverband – berichteten im weiteren Verlauf in einem Vortrag über den Stand der Entwicklungsprojekte, die seitdem vor Ort umgesetzt worden sind.

Am Abend überreichten der Kolpingdiözesanvorsitzende Norbert Frische und Präses Reinhard Molitor die Preise der „Stiftung 2000 – Hans Tegeler Stiftung“ und des eigens ausgelobten Wettbewerbs „Unsere Kolpingfamilie soll wachsen“. Jeweils den ersten Platz mit 750 Euro machten die Kolpingfamilie Belm für die Einrichtung eines Kreuzweges und die Kolpinger aus Ostercappeln für die Ausrichtung des Legotages. Den zweiten Platz teilten sich die Kolpingsfamilien aus Emsbüren, Schapen und Bremen-Central.

Die Kolpingsfamilie Ankum zeichnete man aufgrund ihrer steigenden Mitgliederzahlen und ihrer guten inhaltlichen Arbeit – etwa für die regelmäßig stattfindenden Kolping-Kinotage – mit einem Gesamtpreisgeld von 800 Euro aus.


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