Sommerfest an der Johanneskirche Multikulturelle und kulinarische Begegnung in Belm-Vehrte

Von Feline Engling Cardoso

Die Teilnehmer der Veranstaltung "multikulturelle Begegnung an der Johanneskirche" brachten süße und salzige Speisen für das Buffet mit. Foto: Feline Engling CardosoDie Teilnehmer der Veranstaltung "multikulturelle Begegnung an der Johanneskirche" brachten süße und salzige Speisen für das Buffet mit. Foto: Feline Engling Cardoso

Belm. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Vehrte/Icker lud jetzt alle in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge und Interessierten zur „multikulturellen Begegnung an der Johanneskirche“ ein. Etwa 50 Gäste lernten sich bei landestypischen Speisen näher kennen.

"Wir sind Nachbarn geworden, wir gehören zusammen. Wir laden ein zur multikulturellen Begegnung, damit aus Nachbarn auch Freunde werden”, begrüßte Pastor Simon Kramer die Anwesenden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die interkulturelle Begegnung zwischen Einheimischen und Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. 

Bindeglied zwischen Flüchtlingen und Einheimischen: Rua Khwairah (Ökomenische Jugendhilfen der Diakonie), mit Pastor Simon Kramer und Wadie Lacfer (Flüchtlingshilfe Belm) bei der Eröffnung des Buffets. Foto: Feline Engling Cardoso

Die Idee zum Begegnungsfest sei in Folge der Migrationsbewegungen im Sommer 2015 entstanden, so Kramer. Nach dem Motto „Nachbarschaft, hier in Vehrte und in der ganzen Welt, wir rücken immer näher zusammen”, fand es zum dritten Mal statt. Ohne Rua Khwairah würde es nicht gehen. Die gebürtige Palästinenserin ist nicht nur das Sprachrohr – sie dolmetscht auf arabisch –, sondern auch offensichtlich das Bindeglied. Ehemals für die Flüchtlingshilfe Belm zuständig, ist sie heute für die Ökumenische Jugendhilfen der Diakonie im Einsatz. Sie kennt die Familien aus dem Sudan, dem Irak, aus Syrien. Man vertraut ihr. 

Kontakt zu Einheimischen gewünscht

Sie hatte auch das Grillfleisch besorgt, Halal natürlich. „Viele wünschen sich Kontakt zu Einheimischen”, so Khwairahs Erfahrung. Begegnungen noch mehr zu beleben sei das Anliegen des Fests, das sie mit Pastor Kramer, Wadie Lacfer und Ruth Jarecki organisiert hat. Es gehe darum „den ersten Kontakt herzustellen, trotz Sprachbarrieren. Und zu vermitteln dass sie willkommen sind”, so Lacfer von der Flüchlingshilfe Belm. Er selbst kam vor sieben Jahren aus Marokko nach Vehrte. 

Die Johanniskirchengemeinde stellte Gegrilltes und Getränke, während die Gäste einen landestypischen Salat oder eine Süßspeise fürs Buffet mitbrachten. So kam ein bunter Tisch zusammen. Bei Hähnchenspießen und Reissalat bot sich die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, sich wahrzunehmen, sich anzunähern.


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