Bürgerforum am Kindergarten Ickeraner beklagen zahlreiche Verkehrsprobleme

Belms Bürgermeister Viktor Hermeler (links) wurden beim Bürgerforum in Icker vielen Verkehrsprobleme vorgetragen. Foto: Hendrik SteinkuhlBelms Bürgermeister Viktor Hermeler (links) wurden beim Bürgerforum in Icker vielen Verkehrsprobleme vorgetragen. Foto: Hendrik Steinkuhl

Belm. Die Belmer Verwaltung ist wieder auf Tour durch die Gemeinde, das "Bürgerforum" ist die offene Sprechstunde für Einwohner mit einem Anliegen. Beim Halt in Icker bekam Bürgermeister Viktor Hermeler vor allem Beschwerden über den Straßenverkehr zu hören.

Wird in Icker zu viel gerast? Nach Meinung mehrerer Einwohner, die sich beim "Bürgerforum" auf dem Parkplatz am Kindergarten zu Wort meldeten, ist das eindeutig der Fall. "Ich bringe meine Tochter regelmäßig morgens zur Schule, und schon oft musste ich sie an der Fußgänger-Ampel festhalten, weil manche Autofahrer die ignorieren und einfach mit hoher Geschwindigkeit rüberfahren", sagte ein Vater und bekam viel Zustimmung. Eine Bürgerin fragte daraufhin, ob man wegen Schule und Kindergarten im Ortskern von Icker nicht eine Tempo-30-Zone einrichten könne. 

"Wir geben es weiter, auch wenn unsere Möglichkeiten beschränkt sind"

"Die Verkehrsbehörde sagt, das kriegt man nicht hin", sagte Bürgermeister Viktor Hermeler. Es gebe eine Fußgängerampel, außerdem liege der Eingang der Schule nicht an der Hauptstraße, deshalb sei laut Behörde nichts zu machen. Auch die Anregung von Christian Preuß-Oberwestberg, Vorsitzender des Bürgervereins Icker, einen den Verkehr verlangsamenden Straßenbelag aufzubringen, sei wohl nicht umsetzbar. 

"Wir geben es aber weiter, auch wenn unsere Möglichkeiten beschränkt sind", sagte Bürgermeister Viktor Hermeler. Ein weiterer Einwohner fragte schließlich, ob man nicht ein Display aufstellen könne, das den Autofahrern anzeige, ob sie zu schnell sind. "Wir haben so ein Display", sagte Viktor Hermeler; allerdings wisse er nicht, ob man es in Icker aufstellen dürfe, weil die Lechtinger Straße keine Gemeindestraße sei. 

Baugebiet am Höhenweg: Rohbauten sollen nächsten Sommer stehen

Klagen gab es auch über das zu hohe Tempo der Autofahrer auf der Lechtinger Straße zwischen den Ortsteilen Icker und Vehrte. Bürgermeister Hermeler wies darauf hin, dass die zugelassene Höchstgeschwindigkeit auf dieser Straße außerhalb der geschlossenen Ortschaft 100 km/h sei. "Und das ist viel zu schnell!", rief eine Anwohnerin. Hermeler antwortete, dass er auch in dieser Sache leider nichts ausrichten könne. 

Neben dem Thema Straßenverkehr wurde vor allem über das neue Ickeraner Baugebiet am Höhenweg diskutiert. Eine Bürgerin fragte, wie lange es noch dauere, bis sich dort endlich etwas tue. "Ich stelle es mir ziemlich blöd für junge Familien vor, wenn die da zweieinhalb Jahre warten müssen." Viktor Hermeler gestand zu, dass sich die konkrete Planung etwas verzögert habe, weil man an einigen Stellen noch habe nachbessern müssen, was aber unumgänglich gewesen sei. Er gehe aber fest davon aus, dass im Sommer kommenden Jahres die ersten Rohbauten am Höhenweg stehen werden und vielleicht schon vereinzelt Richtfest gefeiert werden kann. 


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