Perfektes Wetter beim Kultursommer Die Latvian Blues Band spielt auf dem Belmer Marktring

Foto: Claudia SarrazinFoto: Claudia Sarrazin

Belm. Erstmals in Belm spielte die Latvian Blues Band am Freitag beim Kultursommer und begeisterte rund 600 Besucher - darunter viele Liebhaber von Bluesmusik.

Freitagabend ist in Belm Kultursommer-Zeit.Das Wetter war perfekt für einen Abend mit Musik "umsonst und draußen". Diesmal standen Musiker aus Lettland auf der Bühne, die unter anderem schon mit Joe Cocker gespielt haben. 

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In ihrer Heimat sind sie Kult: Die Latvian Blues Band. Sie setzt sich zusammen aus Janis Bukowskis (Gesang, Gitarre, Bass), Rolands Saulietis (Schlagzeug, Gesang), Artis Locmelis (Keyboard, Saxofone, Gesang) und Mareis Kalnins (Percussion, Trompete, Gesang). In Osnabrück spielten die Letten schon einmal auf der Maiwoche, wie sich manche erinnerten. In Belm waren die lettischen Vollblutmusiker zum ersten Mal. Auf Nachfrage erklärten sie, sie würden diese Art von Open-Air-Konzert sehr mögen, die für den Kultursommer typisch ist.  

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Das Kultusommer-Stammpublikum hingegen schätzt die Mischung und unterschiedlichen Musikrichtungen, die jeweils freitags„umsonst und draußen“ auf dem Marktring angeboten werden – so wie Frank Hartlager (Foto links), der mit Freunden gekommen war. Er ist „eigentlich immer“ beim Kultursommer und fand: „Die Band spielt guten Blues.“  

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Während Hartlagers Freunde beeindruckt hatte, dass die Musiker zwischendurch zu zweit auf einer Gitarre gespielt hatten, berichtete Martin Kardinal-Schmachtenberg, der den Kontakt der Band mit Dirk Meyer vom Kultursommer-Team in Belm hergestellt hat: „Das sind multibegabte Musiker. Sie singen alle und spielen jeder mehrere Instrumente.“ Außerdem schätzte er am Konzert der Letten: „Obwohl sie Blues spielen, ist es abwechslungsreich.“ Dazu trug unter anderem etwas bei, was Bukovskis vorher im Gespräch mit der NOZ betont hatte: „Wenn man covert, muss man es auf seine ganz eigene, originale Weise tun.“

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Zum Programm an diesem Abend gehörten unter anderem „Learning to live“, „The world ist turning“ und – einer von Kardinal-Schmachtenbergs Lieblingssongs – „Whats wrong with me“. Da die Musiker sichtlich mit Spielfreude bei der Sache waren, zogen sie das Publikum mit: In der ersten Reihe tanzten die Zuhörer mit. Und bei denen, die an den Biergartengarnituren saßen, sah man viele wippende Knie und Füße. Auch Charly Witte erklärte: „Das ist meine Musik. Die sind sehr gut, deshalb bin ich hier“, so der Osnabrücker, der zum ersten Mal beim Kultursommer war. Auch Michael Scholz war begeistert: „Das ist richtig toll, für eine Bluesgruppe spielen sie außergewöhnlich lebhafte Songs und nicht so einen gitarrenlastigen Blues.“

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Auf dem Marktring kamen rund 600 Besucher zusammen, die um 22 Uhr noch lautstark eine Zugabe forderten. Und nachdem diese ein Kaltgetränk erhalten hatte, griffen die Musiker  wieder zu ihren Instrumenten. 

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