Polizei warnt vor dubiosen Handwerkern EC-Karte funktioniert nicht: Handwerker schließen Paar in Belmer Wohnung ein

Die Polizei Osnabrück warnt vor betrügerischen Handwerkern. Symbolfoto: dpa/Holger HollemannDie Polizei Osnabrück warnt vor betrügerischen Handwerkern. Symbolfoto: dpa/Holger Hollemann

Belm/Hagen/Bad Iburg. Da es in der vergangenen Zeit wiederholt Fälle von betrügerischen Handwerkern gegeben hat, warnt die Polizei vor unseriösen Firmen.

Am 25. März etwa habe eine Frau aus Hagen im Internet die Nummer eines Schlüsseldienstes gefunden, der ein defekte Schloss ihrer Haustür austauschen sollte. Etwa 20 Minuten später erschien ein Mann, bei dem die 65-Jährige zuerst ein Papier unterschreiben musste, dass sie ausschließlich mit Karte oder Bargeld bezahlen könne. Für das Wechseln des Schlosses berechnete der Unbekannte schließlich etwa 710 Euro, die sie per EC-Karte beglich. Außer dem kleinen Bon aus diesem EC-Gerät erhielt die Frau keine schriftliche Abrechnung für die geleistete Arbeit, teilte die Polizei mit.

Handwerker baut Schloss wieder aus

Ähnliches erlebte eine Frau aus Belm am Vormittag des 30. April, die ebenfalls per Internet einen Schlüsseldienst angefordert hatte. Als die Dame für den etwa fünf Minuten dauernden Austausch des Haustürschlosses 720 Euro bezahlen sollte, versagte allerdings die EC-Karte beim Bezahlen ihren Dienst.

Der unbekannte Handwerker zog daraufhin die Tür zu, schloss diese ab und baute das Schloss aus. Die Frau und deren Lebensgefährte waren daraufhin in der Wohnung eingesperrt und mussten sich von der Polizei befreien lassen.

Verdacht des Wuchers

Der der Polizei zuletzt bekannt gewordene Fall ereignete sich am Nachmittag des 12. Mai in Bad Iburg. Dort hatte ein junger Mann eine Firma mit dem Beheben eines verstopften Abflussrohres beauftragt, die er ebenfalls aus dem Internet gefunden hatte. Nach getaner Arbeit verlangten und bekamen die Handwerker schließlich knapp 1250 Euro für ihren eher geringen Aufwand.

Da der dringende Verdacht besteht, dass hier völlig überzogene Forderungen erhoben wurden, ermittelt die Polizei ermittelt wegen Wuchers und Betruges gegen die unbekannten Handwerker. Zwar werden die Firmen im Internet mit einem Namen geführt, jedoch sind sie in aller Regel nur über eine Handynummer zu erreichen, haben keine oder nicht existente Firmenadressen und kommen häufig aus dem Ruhrgebiet.

Polizei gibt Tipps

Von daher könne die Polizei nur davor warnen, die Dienste solcher unseriösen Firmen in Anspruch zu nehmen. Hilfesuchende sollten lieber vorher Namen und Telefonnummern seriöser Handwerksbetriebe, vorzugsweise aus der Region, heraussuchen und für den Fall der Fälle parat halten.

Werde sich dann doch ein unseriöser Handwerker ins Haus geholt, sollen die Betroffenen im Zweifelsfall die Polizei rufen, rät diese selbst. Wichtig seien für die Ermittler die Telefonnummer der Betrüger sowie die Kennzeichen ihrer Fahrzeuge. 


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