Projekt im Ausschuss vorgestellt Repaircafé will plastiktütenfreies Belm unterstützen

Eine Nähwerkstatt soll im Belmer Repaircafé eingerichtet werden. Foto: Christin Klose/dpaEine Nähwerkstatt soll im Belmer Repaircafé eingerichtet werden. Foto: Christin Klose/dpa
Christin Klose

Belm. Die Gemeinde Belm unterstützt das im April startende Repaircafé möglicherweise mit einem Zuschuss: 1000 Euro sind für diese Initiative einmalig vorgesehen.

In der jüngsten Sitzung des Ordnungsausschusses stellte Erika Rosenthal als Seniorenbeauftragte das geplante Repaircafé vor. Die Initiative dazu hätten die Gleichstellungsbeauftragte, der Klimabotschafter sowie das Freiwilligenbüro und der Seniorenbeirat ergriffen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Am Freitag, 12. April, 14.30 Uhr, öffne das Repaircafé erstmalig, sagte Rosenthal. Untergekommen istes für die monatlichen Treffen in der Belmer Integrationswerkstatt. Dort bestehe für alle Bürger die Möglichkeit, defekte Gebrauchsgegenstände wieder in Schuss zu bekommen. Die Reparaturen übernehmen Freiwillige, eine Mithilfe ist aber geboten. „Der Grundgedanke ist Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder, der etwas hat, was kaputt ist, muss mithelfen“, erklärte Erika Rosenthal das Prinzip. Versucht werden könnten Reparaturen etwa an Elektrogeräten, Spielzeug sowie in begrenztem Umfang auch an Fahrrädern. Als Dank dürfen die Repaircafè-Besucher einen freiwilligen, finanziellen Obolus als Spende leisten. Damit soll der laufende Betrieb gedeckt werden.

Einkaufstaschen aus Textilien

„Mit dem Repaircafé wollen wir einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten“, sagte Rosenthal. Die Ausschussmitglieder bat sie um einen einmaligen Zuschuss von 850 Euro für die eigene Nähwerkstatt. Geplant ist, mit den Nähmaschinen für einem eigenen Part zur Initiative für ein plastiktütenfreies Belm zu sorgen. „Die Einkaufstaschen aus Textilien könnten im Repaircafé genäht werden“, schilderte Rosenthal eine Idee.


Wie erfährt der Konsument von der Taschenaktion, fragte Ulrike Szlapka (UWG) nach. Zum einen durch Öffentlichkeitsarbeit, zum anderen sei geplant, sich als Repaircafé mit einem Stand auf dem Wochenmarkt zu präsentieren, antwortete Erika Rosenthal.

Statt der erbetenen 850 Euro schlug Jens Glatzel (CDU) vor, den einmaligen Zuschuss auf 1000 Euro zu erhöhen. Dem stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu. Ob die finanzielle Unterstützung tatsächlich erfolgt, entscheidet der Gemeinderat in der nächsten Sitzung am Donnerstag, 14. März.


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