Betreuungsbedarf erneut gestiegen Belm plant Erweiterungsbau am Josefskindergarten

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Anbau oder Aufstockung: Der Belmer Josefskindergarten soll erweitert werden. Eine zweijährige Planungs- und Bauzeit ist anvisiert. Um den Bedarf an Kitaplätzen auch kurzfristig zu decken, will die Gemeinde womöglich als Zwischenlösung Container aufstellen. Foto: Kerstin BalksAnbau oder Aufstockung: Der Belmer Josefskindergarten soll erweitert werden. Eine zweijährige Planungs- und Bauzeit ist anvisiert. Um den Bedarf an Kitaplätzen auch kurzfristig zu decken, will die Gemeinde womöglich als Zwischenlösung Container aufstellen. Foto: Kerstin Balks

Belm. Permanent werden in Belm die Betreuungsangebote in Kindergärten und Krippen ausgebaut und doch dürfte das Angebot mittelfristig nicht ausreichen. Jetzt hat die Gemeinde das Gespräch mit dem Bistum Osnabrück gesucht, eine Erweiterung des Josefskindergartens ist angedacht.

Gerade erst hat die Gemeinde 30 Krippenplätze im Christuskindergarten eingerichtet, jeweils 15 weitere sind in den Kindergärten von Vehrte und Astrup geplant, sowie weitere 25 Plätze in einer Regelgruppe in Astrup. Damit war die Gemeinde noch im vergangenen Herbst, als sie die Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2019/2020 entgegen nahm, gut aufgestellt. Doch inzwischen seien weitere Anmeldungen eingegangen, 38 an der Zahl, es bestehe Bedarf an einer weiteren Regelgruppe, das berichtet Kämmerer Marcus Hensing dem Belmer Bildungsausschuss in dessen jüngster Sitzung.

Anbau oder Aufstockung

Auf Grundlage dieser Zahlen hat die Gemeinde den Kontakt zur katholischen Kirche, dem Träger des Josefskindergartens, gesucht, wo derzeit eine Betreuung in vier Regel- und einer Krippengruppe angeboten wird. Hier könnte eine bauliche Erweiterung erfolgen, um eine weitere Gruppe aufzunehmen. Bei einem Lokaltermin haben Vertreter der Gemeinde, Mitglieder des Kirchenvorstandes und Vertreter des Bistums bereits Kindergarten und Grundstück in Augenschein genommen. Derzeit werde von den Planern des Bistums untersucht, ob ein Anbau oder eine Aufstockung die geeignete Lösung darstelle. 

Für das Vorhaben rechnet die Verwaltung mit einer Planungs- und Bauzeit von gut zwei Jahren. Um den Bedarf aber schon kurzfristig zu decken, müsste in der Zwischenzeit auf ein Provisorium zurückgegriffen werden: Mit Containern könnte am Josefskindergarten dann bereits zum Kindergartenjahr 2019/2020 eine Regelgruppe mit 25 Plätzen in der Kernzeit von 8 bis 12 Uhr eingerichtet werden. Eine Nachmittagsbetreuung, so Hensing, sei erst einmal nicht vorgesehen, da die baulichen Vorschriften hierfür weitere Räumlichkeiten, wie etwa Ruheräume, erforderlich machten. Mit der Regelgruppe am Vormittag käme die Gemeinde ihrer rechtlichen Verpflichtung nach, darüber hinaus noch fehlende Plätze müssten über Tagespflege abgedeckt werden.

"Lebendiges System"

Die rasche Entwicklung des Betreuungsbedarfs führt Hensing auf die im vergangenen August von der Landesregierung eingeführte Beitragsfreiheit zurück, gleichzeitig bestehe seit diesem Zeitpunkt auch die Möglichkeit der Zurückstellung von der Einschulung, was wiederum die Kindergartenzeit verlängere. "Es ist ein lebendiges System", befand der Kämmerer und sieht perspektivisch – durch Neubaugebiete in Up de Heede, Icker und Vehrte – für die Gemeinde einen Bedarf von mindestens einer, eventuell sogar zweier weiterer Gruppen. Er schließt auch den Neubau einer weiteren Einrichtung nicht aus, zumal das Landesjugendamt pro Kindergarten die Anzahl der Gruppen auf sechs begrenze.

Eine konkrete Planung sei zum jetzigen Zeitpunkt zwar schwierig, bei jedem Bauvorhaben solle aber auf eine Flexibilität in der Gestaltung geachtet werden, damit man den veränderlichen Bedarfen hinsichtlich Regel- oder Krippengruppen gerecht werden könne. Sobald seitens des Bistums konkrete Pläne zu Bau und Kosten am Josefskindergarten vorliegen, geht das Vorhaben in die Beratung durch Rat und Ausschüsse. Die Finanzierung wird wohl zum Großteil die Gemeinde treffen, eventuell können Zuschüsse vom Bund in Anspruch genommen werden. 


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