Neues Gebäude und neues Fahrzeug Bürgermedaillen für verdiente Kameraden der Feuerwehr Belm

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Herausgeputzt: Das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Belm. Foto: Swaantje HehmannHerausgeputzt: Das neue Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Belm. Foto: Swaantje Hehmann

Belm. Feuerwehr und Gemeinde sind in Belm eng miteinander verknüpft. Gerade gab es gleich drei Anlässe, um die Zusammenarbeit zu feiern: Zwei Bürgermedaillen wurden den ehemaligen Gemeindebrandmeistern Alfred Gartmann und Aloys Wilker verliehen, zudem wurden ein Erweiterungsbau eingeweiht und ein neues Fahrzeug übergeben.

Für außerordentliche Verdienste um die Gemeinde Belm verlieh Bürgermeister Viktor Hermeler zwei Bürgermedaillen an die ehemalige Gemeindebrandmeister Alfred Gartmann und Aloys Wilker. Beide seien mit 18 Jahren in die Feuerwehr eingetreten und hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Feuerwehr auf ihrem heutigen Stand als „schlagkräftige Truppe“ sei, sagte Hermeler am Samstagabend vor rund 200 Gästen, darunter Angehörige der Feuerwehren der Nachbargemeinden, Familien, Vertreter der Feuerwehr Userin in Mecklenburg-Vorpommern, zu der eine freundschaftliche Verbindung besteht, sowie THW und Ratsmitglieder.

1966 in Zivil ein Kind gerettet

Unter anderem zähle zu Gartmanns bemerkenswerten Leistungen, dass er 1966 bei einem Wohnungsbrand ohne zu zögern in Zivil ein Kind gerettet habe. Zwei Jahre zuvor sei er an der Gründung des Feuerlöschverbands beteiligt gewesen, dem Vorgänger der Belmer Feuerwehr. Als besondere Leistungen Wilkers erinnerte Hermeler unter anderem an die Unwetter Kyrill im Jahr 2001 und Cathleen 2010. Durch die schnelle Koordination der Einsätze seien Personen geschützt und wirtschaftliche Schäden eingedämmt worden. 

Übergabe der beiden Bürgermedaillen (von links): Lars von Doom (Gemeindebrandmeister), Alfred Gartmann (Ehren-Gemeindebrandmeister), Aloys Wilker, Viktor Hermeler (Bürgermeister Gemeinde Belm), Oliver Weiland (stellvertretender Gemeindebrandmeister). Foto: Swaantje Hehmann

Beide Ehrengäste zeigten sich sichtlich gerührt. Die Auszeichnung sei eine nachhaltige Erfahrung, sagte Wilker. Er nehme den Preis „stellvertretend für alle Kameraden aus Belm“ an und sehe ihn als Signal der Gemeinde gegenüber dem Ehrenamt. „65 Jahre bin ich mit Begeisterung dabei. Nicht einen Tag möchte ich davon missen“, bedankte sich Gartmann bei seinen Kameraden.

Erweiterung  mit 300 Quadratmetern Grundfläche

Der Standort der Feuerwehr Belm an der Waterloostraße ist seit 1986 in Nutzung. 2015 wurde der Bau einer Logistikhalle für die Lagerung von Ausrüstung und Material für den Hochwasserschutz und zwei weitere Stellplätze beantragt, 2018 die Haushaltsmittel bereitgestellt. Zwischen Juli und Dezember entstand unter Anleitung des Architekturbüros Plan.Concept  ein Erweiterungsbau mit 300 Quadratmetern Grundfläche. 

Viel Platz bietet das neue Gebäude der Feuerwehr Belm . Foto: Swaantje Hehmann

Der Gerätewagen Gefahrgut, der zwischenzeitlich in der Waschhalle untergebracht war, erhielt so einen eigenen Standplatz, der die Sicherheit der Feuerwehrleute und den zügigen Einsatz gewährleistet. Die Architekten Afra Creutz und Dirk Brockmeyer übergaben den Schlüssel des Erweiterungsbaus und eine Fotocollage mit Momentaufnahmen der Bauphase als Erinnerung. Eine abschließende Abrechnung liegt noch nicht vor, aktuell werden die Kosten auf 675.000 Euro geschätzt.

Fahrzeug mit Schaum-Wasser-Werfer

Bereits im Einsatz ist das ebenfalls neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeug, dessen Schlüssel jetzt offiziell durch Hossein Samie, Vertrieb MAN Truck & Bus Deutschland, feierlich überreicht wurde. Neun Einsatzkräfte haben hier Platz, vier können sich während der Fahrt mit Atemschutz ausrüsten. Als Besonderheit gilt der an der Front montierte Schaum-Wasser-Werfer, der ferngesteuert einen Löschangriff mit bis zu 2500 Liter/Minute ermöglicht. Der Achtzehntonner wurde geleast und kostet 417.000 Euro. Das Fahrzeug ersetzt ein Altfahrzeug von 1998 und biete modernste Ausrüstung, um „zielgerichtet Schutz zu gewährleisten“, sagte Gemeindebrandmeister Lars von Doom.

Foto: Swaantje Hehmann



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