Fledermausart soll geschützt werden / Landkreis: Tragbarer Kompromiss Pläne für großes Landschaftsschutzgebiet in Belm und Bissendorf

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Streng geschützt: das Große Mausohr. Foto: dpa/Patrick PleulStreng geschützt: das Große Mausohr. Foto: dpa/Patrick Pleul

hpet/pm Belm. Das streng geschützte Große Mausohr ist eine Fledermausart, die in öffentlichen Planungen seit Jahren eine große Rolle spielt. So auch bei einem aus mehreren bewaldete Flächen bestehenden Landschaftsschutzgebiet, das im Grenzgebiet von Belm, Bissendorf, Osnabrück und Ostercappeln entstehen soll.

Seit Dienstag liegt der Entwurf einer entsprechenden Verordnung für dieses „Fledermausjagdgebiet Belm“ zur Einsichtnahme aus, wie der Landkreis Osnabrück mitteilt.

Unterlagen im Netz

Die Unterlagen mit den dazugehörigen Karten können bei den Gemeinden Belm, Ostercappeln und Bissendorf sowie bei der Stadt und dem Landkreis Osnabrück zu den regulären Öffnungszeiten eingesehen werden. Zudem sind die Unterlagen für jedermann auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-osnabrueck.de bereitgestellt.

Der Landkreis setzt laut Mitteilung die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union um. Zum Ziel hat diese, dem Verlust der Artenvielfalt entgegenzuwirken. Es wurde ein europaweites Schutzgebietsnetz geschaffen, in dem die Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensräume geschützt werden sollen.

„Tragbarer Kompromiss“

„Wir glauben, dass mit dem vorgelegten Verordnungsentwurf ein tragbarer Kompromiss zwischen Naturschutzbelangen und den wirtschaftlichen Anliegen herbeigeführt wird“, wird Hartmut Escher, Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis Osnabrück, zitiert. „Die ökonomische Nutzung der in der Mehrzahl betroffenen Wälder ist somit weiterhin unter gewissen Rahmenbedingungen gegeben. Darüber hinaus bemühen wir uns als Kreisverwaltung, im engen Verbund mit der Politik, einen finanziellen Erschwernisausgleich auch in den Wäldern der Landschaftsschutzgebiete zu erreichen.“

Da der Auslegungszeitraum über die Feiertage und den Jahreswechsel erfolgt, ist eine über die übliche Monatsfrist hinausgehende, verlängerte Beteiligungsmöglichkeit bis zum 25. Januar 2019 vorgesehen. Der Landkreis wird nach eigener Auskunft die eingehenden Anregungen und Bedenken beurteilen, abwägen und dem Kreistag zur Beschlussfassung vorlegen. Die Verordnung tritt mit der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Gegen die Verordnung können Betroffene innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten Rechtsmittel einlegen.

Weitere Informationen zu FFH und den FFH-Gebieten im Landkreis sind erhältlich unter www.terra-natura2000 .de. hpet


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