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100-Jährige strickt noch immer Leuchtender Geburtstagsgruß für "Toni" aus Icker

Fackelzug der Nachbarschaft zum 100. Geburtstag von "Toni" Fänger. Foto: André  HavergoFackelzug der Nachbarschaft zum 100. Geburtstag von "Toni" Fänger. Foto: André Havergo

Belm. Am Vorabend ihres 100. Geburtstag feierte man in Icker Antonia Fänger. Die Nachbarn konnten dazu wieder einen Fackelzug organisieren.

Aus diesem Anwohnerkreis übergab der Zweitälteste, ein 90-Jähriger, einen Präsentkorb an Antonia „Toni“ Fänger. Zuvor hatten sich mehr als 30 Menschen aus dem Umfeld zusammengefunden, um einer langen Tradition zu folgen: Einen Fackelzug gibt es, wenn ein Geburtstagskind 80, 90 oder 100 Jahre wird.

Jede Menge Helfer

Gut 35 kleine und große Menschen hatte sich vom Aufruf von Organisatorin Renate Ewick angesprochen gefühlt. Pünktlich um 17 Uhr brannten die Fackeln und der Zug setzte sich in Richtung der 100-Jährigen in Gang. Obwohl Antonia Fänger eigentlich erst einen Tag später Geburtstag hatte, sangen ihr die Nachbarn ein klassisches Ständchen. Jeder der Fackelträger defilierte am „Noch-nicht-Geburtstagskind“ vorbei, nicht um vorab zu gratulieren, sondern ihm „nur“ alles Gute zu wünschen. 

Helfer aus dem großen Familienkreis von „Toni“ Fänger baten ins eigens errichtete Festzelt. Damit dankte man den Nachbarn, die nicht nur beim Fackelzug dabei waren, sondern in den Tagen zuvor schon einen Kranz gebunden hatten. Verwoben war der mit Rosen, die die Zahl 100 darstellten.

Großer Familienkreis

Antonia Fänger ist gebürtige Münsterländerin und stammt aus einem Ort bei Nottuln. Sie war die drittälteste ihrer neun Geschwister. Eine große Familie gründete sie auch mit ihrem Mann, den sie 1944 heiratete. In Icker bekam sie mit ihm fünf Kinder. Der Familienkreis ist aktuell auf 14 Enkel und genauso viele Ur-Enkel angewachsen.

Mit ihnen allen – und der einzig noch lebenden, 94-jährigen Schwester – feierte „Toni“ Fänger ihren 100. Geburtstag in Engter. Zur Kaffeetafel gab es ein Programm aus Sketchen der Enkel und gemeinsamem Singen.

Postkarten und Selbstgestricktes

Wer von den Enkeln und Ur-Enkeln schon schreibmächtig war, bekam eine Postkarte mit dem Auftrag, der Oma und Ur-Oma im nächsten Lebensjahr etwas aus dem Alltag zu berichten. Im Gegenzug dürfen die Enkel auf Selbstgestricktes spekulieren, denn das macht Antonia Fänger immer noch gerne.


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