Abi-Vorbereitung in Johannes-Vincke-Schule Landkreis für gymnasialen Zweig bis Klasse 10 in Belm

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Die Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Holger JansingDie Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Holger Jansing

Belm. Belm kann ein gymnasiales Angebot bekommen: Der Landkreis stimmte der Einrichtung an der Johannes-Vincke-Schule zu.

Bei zwei Enthaltungen stimmte der Bildungsausschuss der Beschlussvorlage zu. Einzige Voraussetzung: Die Gemeinde Belm muss noch eine Erklärung vorlegen, wonach sie die Sachkosten für die Schüler des gymnasialen Angebotes so übernimmt, wie sie das für die Haupt- und Realschüler der Oberschule auch macht.

Schüler in Belm halten

Möglich macht den neuen gymnasialen Zweig zum einen die Prognose künftiger Schülerzahlen. Den durch die Bevölkerungsentwicklung bedingten Rückgang der Schülerzahlen sieht man als überstanden an. Zum anderen möchte die Gemeinde Schüler in Belm halten. 61 Prozent der Viertklässler pendeln aktuell zu Schulen in anderen Kommunen – überwiegend nach Osnabrück. Unter ihnen sind potenziell gute Realschüler, für die ein wohnortnaher Gymnasialzweig interessant sein könnte. Abgesichert ist das neue Angebot auch durch den Elternwillen.

Drei Fächer auf Gymnasial-Niveau

Der gymnasiale Zweig an der Belmer Oberschule sieht vor, bereits in Klasse 6 mit ersten Differenzierungen für leistungsstärkere Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zu beginnen. Ab der 7. Klasse gibt es für diese Unterrichtsfächer rein gymnasiale Angebote. Sie sind allerdings durchlässig angelegt, ein Wechsel ist jederzeit möglich. Das Angebot endet mit der zehnten Klasse, das Abitur müssen die Schüler mit Qualifikationsvermerk an Gymnasien mit Oberstufen machen.

"Ortsnahen Schulbersuch möglich machen"

Erwin Schröder (SPD) lobte das Angebot als Stärkung des Belmer Schulangebotes. Ähnlich Anna Kebschull (Grüne): „Wir haben im ganzen Landkreis die Pflicht, unsere Schulen so aufzustellen, dass sie ortsnah besucht werden können.“

Konkurrenz zu Gymnasien?

Dem widersprach Lehrervertreter Hilko Meyer. Er verwies auf den demografischen Wandel. Wohin soll die Entwicklung bereits bestehender Gymnasien führen, wenn in nicht allzu weiter Entfernung gymnasiale Angebote entstehen, fragte Meyer. Landkreis-Vorstand Matthias Selle hielt dagegen: Eine Oberschule mit gymnasialem Angebot, bleibe eine Sekundarstufe-Eins-Schule. „Vielleicht profitieren sogar die Gymnasien davon, dass zusätzliche Schüler für die Oberstufe fit gemacht werden.“


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