Von 1962 bis 1997 Pastor im Ort Wilhelm Borgmeier veröffentlicht zweites Buch über Vehrte

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Sein zweites Heimatbuch veröffentlicht Wilhelm Borgmeier, ehemaliger Pastor von Vehrte. Der Probedruck enthält noch einige Fehler - unter anderem im Untertitel: Korrekt heißt das Buch "Vehrte - die Süntelsteingemeinde". Foto: Gert WestdörpSein zweites Heimatbuch veröffentlicht Wilhelm Borgmeier, ehemaliger Pastor von Vehrte. Der Probedruck enthält noch einige Fehler - unter anderem im Untertitel: Korrekt heißt das Buch "Vehrte - die Süntelsteingemeinde". Foto: Gert Westdörp

Belm. Zwölf Jahre nach seinem "Debüt" veröffentlicht der frühere Pastor Wilhelm Borgmeier sein zweites heimatkundliches Buch über Vehrte. Diesmal stehen die Steine des Ortes im Fokus - und allerhand Sagen, die sich die Menschen im Laufe der Jahrhunderte darüber erzählt haben.

Von 1962 bis 1997 war Wilhelm Borgmeier Pastor in Vehrte, darauf verweist auch die erste Seite seines Buches. Es scheint wie ein Qualitätsversprechen: Hier schreibt jemand, der sich auskennt. Aber alteingesessenen Vehrtern ist der gebürtige Bünder ohnehin ein Begriff: Noch immer erhalte er Anfragen, ob er eine Trauung vornehmen oder - was leider häufiger vorkomme - eine Trauerrede halten könne, erzählt Borgmeier. 

Plötzlich waren es 320 Seiten...

2006 trat er erstmals als Autor in Erscheinung: Im Selbstverlag brachte er die Chronik „Vehrte – von damals bis heute“ heraus. Was eigentlich als Auftragsarbeit der Johannes-Kirchengemeinde, seiner früheren Wirkungsstätte, gedacht war, hatte sich seinerzeit zum Selbstläufer entwickelt: "Als ich 60 Seiten über die Kirchengemeinde geschrieben hatte, wollte ich auch noch ein bisschen auf die politische Gemeinde eingehen", erzählt Borgmeier rückblickend - am Ende hatte er 320 Seiten zusammen.

Der Süntelstein als Aufhänger

Nachdem er sein erstes Buch als "Spaziergang durch die Gemeinde" angelegt hatte, musste er sich für den Nachfolger einen neuen Aufhänger suchen – und fand ihn in Form des Süntelsteins am Südhang des Wiehengebirges: "Wir haben in Vehrte eine Straße namens Süntelring und die Süntel-Apotheke, auf der Willkommenstafel und in den Logos des Schützen- und des Heimat- und Wandervereins ist der Süntelstein abgebildet, und 2015 wurde an der Vehrte Meile eine Süntel-Buche gepflanzt", sagt Borgmeier. Für ihn war damit klar: Es lohnt sich, über diesen und andere sagenumwobene Steine in Vehrte zu schreiben.

Borgmeier nannte sein Buch schließlich "Vehrte, die Süntelsteingemeinde - Was Steine erzählen können". Auch dieser Band wurde 320 Seiten lang, unterteilt in zehn Kapitel: Neben dem Süntelstein stellt Borgmeier die zwei Megalithgräber, die "Schwarze Kreide" und das Steinerne Meer mit dem Butterstein vor, außerdem geht er auf Volkstümliches, Gemeindetypisches sowie auf Sagen und Legenden aus dem Ort ein. 

Alle Höfe, Vereine und Geschäfte

"Das Buch ist eine Aufarbeitung der ehemaligen Landgemeinde Vehrte in historischer, kultureller, archäologischer und geologischer Sicht", fasst Borgmeier das Vorhaben zusammen. Zahlreiche Bilder und Karten ergänzen die Ausführungen des früheren Pastors. Einen Mehrwert bietet die Auflistung der 21 Bauernhöfe in Vehrte - einschließlich der jüngsten drei Generationen von Bewohnern. Ein "Gemeindespiegel" schließlich umfasst neben den Vereinen alle schulischen, kirchlichen, medizinischen, gewerbetreibenden und sozialen Einrichtungen in Vehrte - vom Kindergarten über den Imbiss bis zum Dorfladen.

Verkauf auf dem Vehrter Weihnachtsmarkt

Am Sonntag, 2. Dezember, will Borgmeier sein druckfrisches Buch verkaufen: Auf dem Vehrter Weihnachtsmarkt an der Johanneskirche steht der 83-Jährige, der mittlerweile in Osnabrück lebt, ab 11 Uhr persönlich am Bücherstand. 23,50 Euro kostet der Band - der Selbstkostenpreis, mit dem Borgmeier in Vorleistung gegangen ist; ohne Zuschüsse von der Gemeinde, dem Landkreis, des Reiterhofs Marx und der Firma Osnatol wäre das Buch noch teurer geworden, erzählt er. Auch Restexemplare seines ersten Buches will Borgmeier anbieten - zum Sonderpreis. Später soll das neue Buch auch im Hotel Kortlüke, im Vehrter Dorfladen, in der Süntel-Apotheke und bei der Johannes-Kirchengemeinde erhältlich sein.


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