Gemeinderat tagt Belm zahlt für Bombenräumungen fast 400.000 Euro

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Etwa 400.000 Euro hat die Gemeinde Belm seit 2014 für Bombenräumungen ausgegeben. Foto: Michael GründelEtwa 400.000 Euro hat die Gemeinde Belm seit 2014 für Bombenräumungen ausgegeben. Foto: Michael Gründel

Belm. Bombenräumungen, Krippenbau und Orte zum Heiraten in 25 Minuten: So kurz dauerte die jüngste Sitzung des Belmer Gemeinderates.

Bürgermeister Viktor Hermeler gab im Verwaltungsbericht die Kosten der Bombenräumungen der letzten vier Jahre bekannt. Dabei fielen für die Gemeinde seit 2014 brutto 477.402,58 Euro an. Erstattet bekam man Fördermittel vom Bund in Höhe von rund 56.000 Euro. Auch private Eigentümer, auf deren Grund die unliebsamen Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs gefunden wurden, mussten laut Landesgesetz für die Bombenräumungen gesamt 36.500 Euro zahlen. Netto schlagen demnach im kommunalen Haushalt rund 385.000 Euro zu Buche.

Volkstrauertag

Noch einmal wird Krieg und Gewalt Thema in der Gemeinde sein: Der diesjährige Volkstrauertag am Sonntag, 18. November, findet in Vehrte statt. Nach dem Gottesdienst wird Bernd Strootmann auf dem Friedhof an der Vehrter Bergstraße um 11.15 Uhr als stellvertretende Bürgermeister anlässlich der Gedenkveranstaltung an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen erinnern, gab Hermeler bekannt.

Neue Krippen

Der Neubau einer Krippe am Christus-Kindergarten ist bald fertiggestellt. Losgehen kann es aber noch nicht, da der Träger Probleme bei der Personalgewinnung wegen des „leergefegten Arbeitsmarktes“ (Hermeler) hat. Voraussichtlich wird die erste von zwei Gruppen im Januar an den Start gehen. Angebaut werden Krippen in Vehrte und Astrup. Beide Baumaßnahmen sollen so rechtzeitig fertig werden, dass der Betrieb ab dem Kitajahr 2019/20 möglich wird.

Zusätzliche Heiratsorte

Wer zum Heiraten romantischere Kulissen als das Belmer Rathaus braucht, kann sich im nächsten Jahr an ausgewählten Tagen im Hager Hof und in der Belmer Mühle das Ja-Wort geben. Am 29. Mai und 9. September 2019 ist das im Hager Hof möglich, am 15. Juli und 23. August 2019 in der Belmer Mühle möglich.

Zwei Beschlüsse fassten die Ratsmitglieder zudem: Zum einen stimmten sie einer Änderung des Flächennutzungsplans zu. Dabei geht um den Bau eines Regenrückhaltebeckens östlich der Dorfstraße und nördlich gelegen an der neuen Bundesstraße. Zur Erklärung: Im Flächennutzungsplan, kurz FNP genannt, skizziert eine Kommune ihre städtebaulichen Ziele , also wie eine Gemeinde ihre Flächen in nutzt und nutzen will: für Wohnen, für Gewerbe, für Sport und für Erholung.

Zweite schnelle Entscheidung: Dem Lärmschutzaktionsplan der EU – er will akustische Belästigungen für Anwohner an der alten B 51 minimieren – kommt die Gemeinde mit Verweis auf die bald fertiggestellte Umgehungsstraße nach.


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