Mit der Natur auf Tuchfühlung Belmer Johannes-Vincke-Schule veranstaltet Waldjugendspiele

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Zurück zur Natur: Bei den Waldjugendspielen der Johannes-Vincke-Schule Belm am Gattberg ging es an der Station von Förster Wolfram Niehaus um Vögel. Amela, Erik und Falak konnten zeigen, was sie gelernt haben. Foto: Christina HalbachZurück zur Natur: Bei den Waldjugendspielen der Johannes-Vincke-Schule Belm am Gattberg ging es an der Station von Förster Wolfram Niehaus um Vögel. Amela, Erik und Falak konnten zeigen, was sie gelernt haben. Foto: Christina Halbach

Belm. Welche Spuren hinterlassen Waldtiere? Welche Rinde gehört zu welchem Baum? Und wie verhalte ich mich im Wald richtig? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich jetzt die Fünft- und Sechstklässler der Johannes-Vincke-Schule in Belm. Rund um den Gattberg fanden wieder die Waldjugendspiele statt.

Rund 120 Kinder waren in diesem Jahr dabei und stellten sich in Kleingruppen zehn verschiedenen Stationen mit Aufgaben und Fragen rund den Wald. Dabei galt es, Punkte zu sammeln und sich einen der vorderen Plätze zu sichern. Im Focus dabei: Natur zum Anfassen, Spaß und kindgerechte Wissensvermittlung. „Den Kindern macht es unheimlich viel Spaß, und sie sind bei den Stationen hoch motiviert“, betonte Lehrerin Hilde von Bar. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Simone Holtgrewe organisiert sie die Waldjugendspiele, die an der Johannes-Vincke-Schule bereits seit 30 Jahren zum Angebot gehören. „Unsere Kinder leben in einer virtuellen Welt und daher ist es ganz wichtig, dass ihnen Natur wieder nahe gebracht wird.“ Bevor es in den Wald ging, haben sich die Kinder in einem zweitägigen Theorieteil auf den Wettbewerb vorbereitet. Unter Anleitung von Lehrern und Zehntklässlern haben sie die Bäume, Tiere und Pflanze des Waldes kennengelernt, Steckbriefe erstellt sowie außerhalb des Geländes nach Tierspuren und Höhlen gesucht. Auch eine Jägerin war in der Schule, hat einen Einblick in das Jagdwesen gegeben und ihre Ausrüstung vorgestellt.

Präparierte Vögel erkennen

Betreut wurden die zehn Stationen unter anderem von vier Mitarbeitern der Bezirksförsterei Belm-Rulle-Wallenhorst. Förster Wolfram Niehaus begleitet die Waldjugendspiele der Belmer Oberschule jetzt schon seit mehr als 20 Jahren: „Wenn wir unseren Kindern nicht den Wald nahebringen, brauchen wir es später gar nicht mehr machen“, ist er überzeugt. An seiner Station mussten die Kinder präparierte Vögel erkennen, die Niehaus nach Arten sortiert an Bäumen befestigt hatte. „Dieser Vogel wird benannt nach den Tieren, die er fängt“, hilft der Förster den Fünftklässlern Erik, Julian, Amela und Falak ein wenig auf die Sprünge. Da fällt es Erik schließlich ein: „Der Mäusebussard“, ruft er. Alle waren sich einig, dass sie in den Projekttagen viel Neues über den Wald erfahren haben: „Von Vögeln wusste ich bislang überhaupt nichts“, gab Falak (10) zu.

Zeichen des Waldes

Auf dem rund 1,5 Kilometer langen Rundweg standen noch zahlreiche weitere Aufgaben auf dem Programm: So mussten Spuren und Zeichen des Waldes und seiner Tiere sowie Pflanzen und Bäume an ihren Blättern und Rinden erkannt werden. Ihr Wissen um richtiges Verhalten im Wald konnten die Kinder am Ende des Stationenlaufs gleich in die Tat umsetzen: Das Einwickelpapier von Bonbons, die sie für richtige Antworten geschenkt bekommen hatten, mussten sie dort abgeben. Wer es nicht mehr hatte, musste mit Punktabzug rechnen.


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