Betriebsausschuss tagt Trotz hoher Kosten: Neuer Platz vor Belmer Friedhofskapelle

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220.000 Euro werden für die Neugestaltung des Außengeländes der Belmer Friedhofskapelle veranschlagt. Foto: Anke Herbers-Gehrs220.000 Euro werden für die Neugestaltung des Außengeländes der Belmer Friedhofskapelle veranschlagt. Foto: Anke Herbers-Gehrs

Belm. Einstimmig befürwortet hat der Belmer Betriebsausschuss den Plan für die Neugestaltung der Außenanlagen der Belmer Friedhofskapelle am Heideweg. Die Kosten von 220.000 Euro ließ die Kommunalpolitiker allerdings kurz zögern.

Jürgen Hellmann, zuständig für Grünflächen bei der Gemeinde Belm, stellte den von ihm entworfenen Plan vor. Die neue Pflasterung soll mehr Abstand vom alten Baumbestand haben, außerdem sollen seitlich vom Eingang zwei Grünflächen angelegt werden, wo auch das Denkmal einen neuen Platz finden wird. Die nördliche Grünfläche hinter der Parkplatzreihe soll als schiefe Ebene angelegt und mit einer neuen Baumreihe bepflanzt werden: Kugeleiche oder Kugelahorn mit Stammhöhe von drei Metern. Damit hätte man einen besseren Blick auf die Kapelle, die Gestaltung würde einen ernsteren Eindruck machen, und eine solche Anlage würde auch weniger Pflegeaufwand bedeuten. Die jetzige Fläche, nach Hellmanns Angaben stark durchwachsen und voller Gestrüpp, müsste gerodet und ausgekoffert werden.

Kalkulation liegt bei 220.000 Euro

Dass der Plan zur neuen Gestaltung gemeindeintern erstellt werden konnte und nicht an ein externes Architekturbüro vergeben werden musste, wurde vom Ausschussvorsitzenden Berthold Uphoff (CDU) lobend vermerkte. Allerdings bereiten die Kosten Kopfschmerzen: Die erste Kalkulation liegt bei 220.000 Euro. Das sind mehr als doppelt so viel, wie im aktuellen Wirtschaftsplan veranschlagt ist, bemerkte Bürgermeister Viktor Hermeler. Für die neue Pflasterung sind 74.000 Euro vorgesehen, daneben machen die Erd- und Entwässerungsarbeiten einen großen und nicht ganz vorhersehbaren Anteil aus. Hellmann ging vorsichtshalber davon aus, dass es sich teils um belastete Böden handelt, die kostenpflichtig entsorgt werden müssten, und stellte diesen Posten mit 51.000 Euro ein. Noch sind aber keine Bodenproben entnommen, möglicherweise ist die teure Entsorgung nicht nötig. 

Lautsprecher an der Kapelle

Im Ausschuss wurden weitere Einsparmöglichkeiten diskutiert, aber auch nach Erweiterungen gefragt, wie der Möglichkeit der Lautsprecherübertragung, wenn bei größeren Trauerfeiern der Platz in der Kapelle nicht ausreicht. Das sei durchaus praktikabel, erklärte Hellmann, da ohnehin Beleuchtungsstelen vorgesehen seien, sodass die Verkabelung von Lautsprechern gleichzeitig vorgenommen werden könne. Uphoff riet, das Geld in die Hand zu nehmen, um dann für die nächsten 20 Jahre Ruhe zu haben. Nach dem einstimmigen Votum des Betriebsausschusses muss der Plan auch noch den Verwaltungsausschuss passieren.


Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Diplom-Ökonom Hans-Jürgen Behrens die Prüfung des Jahresabschlusses 2017 der Gemeindewerke Belm vor. Es ist das letzte Mal, dass der Abschluss in dieser Form gemacht wird, da die Gemeindewerke aufgelöst werden. Zum 1. Januar 2018 ist bereits der Bereich Wasser und Abwasser an den Wasserverband Wittlage gegangen, ab dem 1. Januar 2019 wird das Bauhof- und Friedhofswesen vom Kernhaushalt der Gemeinde Belm abgedeckt.

Auch der Friedhof in Icker stand auf der Tagesordnung: Hier wird ein „Gärtnerbetreutes Grabfeld“ angelegt. Der Vertrag mit der Nordwestdeutschen Treuhandstelle für Dauergrabpflege soll am 1.10.18 in Kraft treten.


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