Gute Voraussetzungen für Gruppenarbeit Neue Räume für die Ambulanten Erziehungshilfen Belm

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Ab sofort kann das Team der Ambulanten Erziehungshilfen Belm  die Kinder in den neuen Räumlichkeiten am Leonardskamp empfangen (von links). Christine Stahl, Frederik Luthin, Michael Oster, Frederike Elsner, Benedikt Trentmann, Lars Düllmann. Foto: Christina HalbachAb sofort kann das Team der Ambulanten Erziehungshilfen Belm die Kinder in den neuen Räumlichkeiten am Leonardskamp empfangen (von links). Christine Stahl, Frederik Luthin, Michael Oster, Frederike Elsner, Benedikt Trentmann, Lars Düllmann. Foto: Christina Halbach

Belm. Die Ambulanten Erziehungshilfen Belm haben ein neues Domizil: Mitarbeitern des Jugendamts sowie den Kooperationspartnern in Kindergärten und Schulen wurden in dieser Woche die neu gestalteten Räume am Leonardskamp vorgestellt.

Michael Oster, Leiter der Ambulanten Erziehungshilfen (AEH), war die Freude über die neuen Räume anzumerken: „Der neue Standort ist angemessen und gut ausgesucht, dass die Kinder sich wohlfühlen“, stellte er in seiner Begrüßung der vielen Gäste fest. Eine lange, schwierige Suche nach neuen Räumen für die sozialpädagogische Gruppenarbeit habe damit ein erfreuliches Ende gefunden. Zu Oster und seinem Team, das aus den Berufsgruppen Sozialarbeiter und Sozialpädagogen mit Zusatzausbildungen in Systemischer Familienberatung und Familientherapie besteht, kommen seit 16 Jahren im Auftrag des Jugendamts des Landkreises Osnabrück Kinder aus Belm, Bissendorf und Wallenhorst mit Schwierigkeiten innerhalb der Schule und ihrem privaten Umfeld. Als Träger der AEH fungiert der „Landschaftsverband Westfalen Lippe – Jugendheim Tecklenburg“, deren Beratungs- und Betreuungsleistungen aus Steuergeldern finanziert und damit für die Familien kostenfrei sind.

Langjährig hat das Gruppenangebot im Naturfreundehaus in Vehrte stattgefunden. Dies sei schließlich zu klein und vor allem im Winter nicht mehr passend gewesen, so Oster. Der neue Standort, eine Wohnung im Erdgeschoss eines Zweifamilienhauses am Leonardskamp, böte durch die Nähe zu Schulen, Kindergärten sowie einem angrenzenden Sportplatz optimale Voraussetzungen. Auf rund 100 Quadratmetern stehen neben einem Gartenbereich helle, freundliche Räume zur Verfügung, in denen die zahlreichen Angebote wie etwas Snoezelen, gemeinsames Kochen oder Spielerunden stattfinden können.

Bürgermeister Viktor Hermeler gratulierte dem AEH-Team zu den neuen Räumen: „Ich weiß, wie gut dieses Team arbeitet und Wichtiges leistet für Familien und Kinder.“ Aktuell nutzen 17 Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren im Anschluss an die Schule das sozialpädagogische Angebot der AEH Belm, nehmen das Mittagessen ein und machen Hausaufgaben. Die Schwierigkeiten, die sie mitbringen, sind höchst unterschiedlich und können von starker Aggressivität bis zur Zurückgezogenheit reichen, wie Sozialpädagoge Benedikt Trentmann erläuterte. Ebenso vielfältig sind die Angebote, die den Kindern helfen sollen, sich besser in der Schule und Freizeitgruppen zurechtzufinden: „Wir bieten verschiedene Lernfelder an, die sie befähigen, Fortschritte zu machen“, schilderte Michael Oster die ganz unterschiedlichen Ansätze: Neben erlebnisorientierten Angeboten wie Kanufahren oder Brückenbauen im Wald werden etwa in Gesprächsrunden aktuelle Themen aus der Zeitung aufgegriffen und diskutiert. In handlungsorientierten Einheiten stehe zum Beispiel die Zubereitung eines gemeinsamen Essens im Mittelpunkt. Ergänzend dazu sei geplant, im Garten des neuen Domizils ein Gemüsebeet anzupflanzen. Im Keller soll außerdem eine Werkstatt eingerichtet werden.


Der Träger

Das LWL-Jugendheim Tecklenburg bietet als Einrichtung der Erziehungshilfe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine breite Palette an Hilfen für Kinder, Jugendlichen und Familien in stationären Wohngruppen, Mutter-Kind-Einrichtungen sowie in Form ambulanter Hilfen in den Familien an. Aufgrund der Nähe zum Osnabrücker existiert seit langem eine Zusammenarbeit mit den Jugendämtern des Landkreises und der Stadt Osnabrück.

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