Bildungsausschuss tagt Erhält die Johannes-Vincke-Schule ein gymnasiales Angebot?

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Die Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Nina StrakeljahnDie Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Nina Strakeljahn

Belm. Politik und Verwaltung wollen die Johannes-Vincke-Schule (Jovis) um ein gymnasiales Angebot erweitern. Im Bildungsausschuss sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die Änderung aus. Am Donnerstag wird der Rat sich mit dem Thema befassen und eine Entscheidung herbeiführen.

Die Sache ist nicht neu. Bereits 2015 hat es eine Initiative zur Erweiterung um ein gymnasiales Angebot gegeben, die aber nicht auf die nötige Zustimmung der Elternschaft gestoßen war. Das hat sich nun verändert, wie eine Fragebogenaktion belegt, die im April an die Erziehungsberechtigten gerichtet war. Reagiert haben 229 Eltern, was einer Rücklaufquote von 40 Prozent entspricht, die durchaus als hoch bewertet kann.

Es haben darin 55 Prozent für ein gymnasiales Angebot ausgesprochen. Ein solches Angebot sieht vor, von der 5. bis zur 10. Klasse jahrgangs- und schulzweigbezogenen Unterricht durchzuführen. Nach Beendigung der 10. Klasse können die Schüler an Gymnasien und Berufskollegs mit einem Sek. 2-Bereich wechseln und dort bis zum Abitur weiterlernen.

Die Verwaltung sieht nach der Auswertung der Fragebögen den Auftrag zur Einrichtung eines gymnasialen Zweigs an der Jovis. „Die Vorgabe von 27 dafür nötigen Schülern pro Jahrgang sehen wir als erreicht und stützen uns dabei auf die Geburten- und Schülerzahlen sowie den Prognosen des Landkreises für deren zukünftige Entwicklung. Diesbezüglich haben wir uns bereits mit der Landesschulbehörde abgestimmt. Als nächstes muss der Landkreis an den Planungen beteiligt werden“, erklärte Bürgermeister Viktor Hermeler im Bildungsausschuss.

Dort wurde das Vorhaben von den einzelnen Fraktionen einstimmig unterstützt. Erwin Schröder (SPD) nannte das Vorhaben eine „Attraktivitätssteigerung für Belm“ und betonte, „damit erspart man Schülern einen langen Schulweg und uns das Zahlen von Gastschulgeld“. Bernhard Strootmann (CDU) erklärte, es sei richtig „Belmer Schüler in Belm zu unterrichten“. Die Neuordnung stärke die Eigenständigkeit der Jovis. „Das Ergebnis der Fragebogenaktion zeigt, dass wir nun unsere Schulaufgaben machen müssen“. Für die Grünen äußerte sich Günther Westermann. „Jetzt müssen wir an den Grundschulen Imagearbeit für die Oberschule leisten, damit wir die Schüler halten können. Unsere Schule soll genauso gut sein wie die in Osnabrück “.

Das Thema wird nun abschließend auf der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag um 19 Uhr besprochen.


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