Hilfe zur Selbsthilfe 25 Jahre Burkina Faso-Initiative Belm

Meine Nachrichten

Um das Thema Belm Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Belm. Die Burkina Faso-Initiative e.V. feierte jetzt die Gründung ihres Vereins vor 25 Jahren. Mit dabei war auch Florentine van Espen, die eigens aus dem westafrikanischem Land angereist war. Sie koordiniert die zahlreichen Entwicklungsprojekte.

Caharina Krüger begrüßte als Vereinsvorsitzende neben den Mitgliedern, Freunden und Unterstützern besonders Florentine van Espen. Die gebürtige Belgierin dankte etwa im Namen vieler Schüler für die vielfache Unterstützung, die es bislang aus Belm für Burkina Faso gegeben hat. Und die 84-Jährige schilderte, wie sie als Krankenschwester 1963 von Belgien nach Obervolta kam, wie das Land damals noch hieß. Ursprünglich wollte van Espen nur zwei Jahre bleiben. Doch bis heute lebt sie im Westen des Landes.

Seit Mitte der 1980er-Jahre arbeitet Van Espen mit der Gemeinde Belm zusammen. Denn: 1980 stellte der Rat erstmals und bis heute Haushaltsmittel für die Entwicklungshilfe zur Verfügung. Konkret bedeutete das: Jeder Belmer unterstützt Projekte in Burkina Faso, die den Menschen dort weiterhelfen. Entscheidend dabei: Ohne das sichtbare Engagement der Menschen in Burkina Faso, fließt kein Entwicklungsgeld in die Projekte. Hilfe zur Selbsthilfe ist die wichtigste Vorgabe für den Verein und die Gemeinde.

Warum gerade Burkina Faso ausgesucht wurde, lässt sich nicht mehr ermitteln, sagte Holger Jansing, der langjährige Vereinsvorsitzende, beim Festakt. Gemeindedirektor Klaus Friedrichs habe damals die Kontakte geknüpft, erste Projekte initiiert und Florentine van Espen gewinnen können.

750000 Euro für Burkina Faso

Mit Blick auf die 13-jährige Vorgeschichte sei die Vereinsgründung gewissermaßen ein Upgrade gewesen, hielt Jansing fest. „Waren es vor der Vereinsgründung allein die Haushaltsmittel der Gemeinde, die für die Projektarbeit zur Verfügung standen, haben wir die Beträge in den Folgejahren vervielfacht. Insgesamt sind seit 1980 etwa 750000 Euro von Belm nach Burkina Faso geflossen. Etwa ein Drittel davon, also 250000 Euro, sind Zuschüsse der Gemeinde Belm. Das sind Zahlen, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können“, so Jansing.

Bürgermeister Viktor Hermeler verdeutlichte, dass die die Gemeinde zwar auch vielfältig vor Ort benachteiligten Menschen helfe. „Aber wir können durchaus mal über den Tellerrand blicken. In der heutigen Zeit ist es wichtig, auch in der nördlichen Hemisphäre das Bewusstsein zu bewahren, wo wir Menschen bei den Grundbedürfnissen Bildung und Gesundheit helfen können“, sagte Hermeler.

In den letzten Jahren hat sich ebenfalls eine medizinische Hilfe über den Verein entwickelt. 160 Menschen habe man bei insgesamt drei Einsätzen in Burkina Faso operieren können, schilderte Martin Gerdes, Chefarzt der Chirurgie im St. Raphael-Krankenhaus.

Das Land stehe trotz seiner Entwicklung noch immer vor großen Herausforderungen, sagte Catarina Krüger. „Die Unterstützung schafft Perspektiven, verhindert die Auswanderung und bietet das, was die Menschen brauchen: Hilfe zur Selbsthilfe.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN