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Belm: Politiker streiten über Kreisel-Frage Tieplatz doch noch keine runde Sache

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Belm. Die Entscheidung über den Bau des Kreisels am Belmer Tieplatz hat der Verwaltungsausschuss auf den 20. Januar verschoben. Das teilte Bürgermeister Bernhard Wellmann auf Anfrage der Neuen OZ mit. Die Vertreter der Fraktionen hätten in der nicht öffentlichen Sitzung keine Einigung erzielt.

Ende November hatte die CDU-Mehrheitsfraktion im Bauausschuss noch den Bau eines Mini-Kreisels und Verschönerung dessen Umfelds in Belms alter Mitte durchgesetzt. 377000 Euro soll das Projekt kosten. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt dabei 193000 Euro. Die fehlende Summe wird mit Anliegerbeiträgen und Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen beglichen.

Zur Bauausschusssitzung hatte die SPD-Fraktion hingegen einen Antrag formuliert, in dem sie den Bau des Minikreisels ohne die Verschönerungen forderte. Der Anteil der Kommune würde bei dieser Variante lediglich 113000 Euro betragen, also 80000 Euro weniger als beim CDU-Modell.

Nur Spekulation

Die Christdemokraten setzten sich dennoch durch. Im Verwaltungsausschuss gilt allerdings dasselbe Mehrheitsverhältnis wie im Bauausschuss. Vier CDU-Vertreter (drei plus Bürgermeister Bernhard Wellmann) sitzen drei Vertretern von SPD und UWG gegenüber. Die Grünen haben hier kein Stimmrecht.

Über die Gründe, warum die CDU-Variante nicht durchgewunken wurde, kann nur spekuliert werden. Fakt ist, dass im Tieplatz-Prozess der Wurm drin ist. In der Mai-Sitzung des Bauausschusses stellte die Ingenieurplanung Wallenhorst einen Entwurf für den Kreiselbau vor, der lediglich 190000 Euro kosten sollte, inklusive Verschönerungen. Bis September kletterten die Kosten auf 420000 Euro, im November waren es 377000 Euro.

Im Laufe der Monate diskutierten die Fraktionen weitere Varianten. Den wohl radikalsten Entwurf brachte der Bauausschussvorsitzende Berthold Uphoff ein. Der Christdemokrat sprach sich für den Verzicht auf den Mini-Kreisel aus und brachte stattdessen drei Zebrastreifen ins Spiel. Auch diese günstige Variante fand durchaus Anhänger.


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