Blumen für die Ferienkinder Kinder binden selbst Blumensträuße im Gleis3

Von Claudia Sarrazin


Belm. Selbst einen Strauß aus frischen Blumen zu binden, darauf hatten in Belm nur Mädchen Lust. Beim Ferienspaß „Sommer-Sträuße“ waren sie ebenso fix wie kreativ. Bettina Bolte-Elbert, die das Blumeninden in Zusammenarbeit mit dem Gleis3 realisierte, war beeindruckt. 

Das Gleis 3 wurde vergangene Woche zur Floristenwerkstatt: Bettina Bolte-Elbert, bot zum ersten Mal den Ferienspaß „Sommer-Sträuße binden“ an. Dafür war sie vorher tagelang im eigenen Garten und bei Floristen auf der Suche nach passenden Blumen und anderem „grünen Material“ gewesen. Nun hatten die Ferienspaß-Kinder die Qual der Wahl: Rosen, Kirschlorbeer, Goldrute, Wilde Möhre, Sonnenblumen, Strauchverbene, Johanniskraut und Holunder waren nur einige der Pflanzen, die sie für ihre Blumensträuße aussuchen konnten. Die Blumen und das Schnittgrün standen in Gefäßen mit Wasser auf und vor der Theke zur Küche im Gleis3 und wirkten wie beim Floristen drapiert. 

„Ich sortiere, was schön aussieht, und welche Blumen zueinander passen“, berichtete eine der beiden zwölfjährigen Theresas, von denen die andere Bolte-Elberts Tochter war. Diese erzählte, dass sie auch Zuhause gerne Sträuße bindet. Und auch Greta (10) pflückt manchmal Blumen aus dem Garten für einen Strauß.

Kein Wunder: Frische Blumen riechen so gut und sehen einfach toll aus. Die ersten Sträuße waren ratzfatz fertig. Jeder war ein bisschen anders und individuell, aber eines fiel auf: Die meisten der jungen Floristinnen hatten ein Faible für Rosen.

Nach einer kurzen Eispause ging es weiter. Und Bolte-Elbert erklärte noch einmal: „Man fängt immer in der Mitte an und legt jede neue Blume schräg von links dazu, immer Drehen, das ist wichtig.“ Diesmal griffen fast alle zu Sonnenblumen, meist in Kombination mit roten Rosen und frischem Grün. Fenja (8) hingegen wählte nur Sonnenblumen und Grün, während Bolte-Elberts Tochter Therese wieder auf Rosen setzte: „Die mag ich am liebsten“. Und Juli (8) erklärte: “Ich mache das das erste Mal, aber die Blumen zu binden, ist leicht.“ Zum Schluss half Bolte-Elbert den Mädchen dabei, die Sträuße mit Band zu fixieren, und Nele berichtete: „Ich kann mir vorstellen, das öfter zu machen.“ 


„Ich mache seit einigen Jahren selbst Herbstkränze, so fing alles an“, berichtete Bettina Bolte-Elbert, wie sie zum Dekorieren mit Blumen kam. Und nach einem Ferienspaß-Termin, bei dem ihre Tochter im vergangenen Jahr gewesen war, sei sie im Gleis 3 mit den Mitarbeitern ins Gespräch gekommen. „So entstand die Idee zu diesem Ferienspaß“, berichtete Bolte-Elbert und fügte hinzu: „Da Kränze etwas schwieriger sind, haben wir uns für Blumensträuße entschieden.“ Von der Fertigkeit der Mädchen war sie begeistert: „Die Kinder machen das toll, selbst fand ich es relativ schwierig Blumenbinden zu lernen“, sagte sie mit Blick auf die fertigen Blumenkunstwerke.

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