Heinz Knostmann regiert Hofstaat in Icker voller ehemaliger Schützenkönige

Die neuen Hofstaaten der Kinder und Erwachsenen, eingerahmt von Präsident Uwe Kriegisch (links) und Vizepräsident Burkhard Jansing (rechts). Hier die Namen der Mitglieder (hintere Reihe): Petra und Berthold Lüeske, Anja und Heinz Knostmann, Anette und Günther Westermann, Lydia und Andreas Meier zu Farwig sowie vorne: Michel Moormann in Vertretung für Jonah Dürfarth, Lotta Moormann, Neele Hackmann und Lennard Marquardt. Foto: Andreas WenkDie neuen Hofstaaten der Kinder und Erwachsenen, eingerahmt von Präsident Uwe Kriegisch (links) und Vizepräsident Burkhard Jansing (rechts). Hier die Namen der Mitglieder (hintere Reihe): Petra und Berthold Lüeske, Anja und Heinz Knostmann, Anette und Günther Westermann, Lydia und Andreas Meier zu Farwig sowie vorne: Michel Moormann in Vertretung für Jonah Dürfarth, Lotta Moormann, Neele Hackmann und Lennard Marquardt. Foto: Andreas Wenk

Belm. Dem Präsidenten des Schützenvereins Icker, Uwe Kriegisch, scheint die Nachwuchsarbeit tatsächlich sehr am Herzen zu liegen. Bei der Proklamation des neuen Königspaares stellte er zuerst die Kinderschützenkönigin Nele Hackmann und Ihren Hofstaat vor. Solange mussten sich Heinz Knostmann und Frau Anja noch gedulden. Eine vergleichsweise leichte Übung, denn schon seit Jahren versuchte Knostmann, den Rumpf abzuschießen, und 2018 hat es dann endlich geklappt.

All die Jahre hat ihn Ehefrau Anja unterstützt. Beide sind seit 40 Jahren im Verein und wurden, so Anja Knostmann, „quasi in den Verein hineingeboren.“ Die Freude war so groß, dass Knostmann den ihm überreichten Rumpf laut Präsident Kriegisch abgeküsst hat. So richtig vergegenwärtigt habe er das erst, als draußen alle gejubelt hätten. „Es ist schön, in diesem Verein zu sein“, sagt Knostmann und seine Frau stimmt in die Lobeshymne mit ein: „Wir haben hier einen spitzenmäßigen Zusammenhalt, Alt und Jung, alle packen mit an.“ Genau das hat auch Günther Westermann zuvor am Rande hervorgehoben. Seit 25 Jahren ist er im Festausschuss und bricht eine Lanze für die jungen Leute. Die seien stets zur Stelle, wenn sie gebraucht würden.

Sportlicher Aspekt an erster Stelle

Genau dieses Klima ist Kriegisch offenbar wichtig, hört man im Gespräch hinter den Kulissen heraus. Stolz berichtet er von der Jugendarbeit und davon, dass der sportliche Aspekt deutlich an erster Stelle stehe, wobei die Traditionspflege natürlich nicht zu kurz kommen dürfe. Aber die viel gescholtenen alkoholischen Exzesse gebe es bei den Icker Schützen eigentlich nicht, „sonst sähen die auch alle nicht mehr so frisch aus.“

Seit Mittwoch im Feiermodus

Ein Beleg dafür scheint auch das neue Königspaar zu sein. Da sie Nachbarn ihrer Vorgänger als Königsschützenpaar sind, befinden sie sich laut Anja Knostmann bereits seit Mittwoch im Feiermodus. Ermüdungserscheinungen zeigte sie deshalb noch lange nicht. Laut Präsident Kriegisch „liegt ihnen das Feiern im Blut.“ In seiner Proklamationsansprache verwies Kriegisch darauf, dass es in Icker noch einen echten Wettbewerb um die Königsehre gebe. Diesmal konnte sich Knostmann gegen vier weitere Mitbewerber durchsetzen. Am Ende hätten ihm aber alle den Sieg gegönnt, versichert Knostmann. Wenig später bestätigt das Kriegisch am Rednerpult auf der Bühne. Knostmanns Hofstaat setzt sich aus Paaren zusammen, deren Männer alle bereits einmal Schützenkönige gewesen sind.

Katerfrühstück

Das Volks- und Schützenfest in Icker endete am Dienstag mit einem Katerfrühstück. Die Nacht zuvor galt dem Königsball. Wie beim Tanz für Jung und Alt, zu dem nach Vereinsangaben rund 2.500 Besucher gekommen waren, spielte die Max Band auf. Dem Musikcorps Herold Pye dankte Kriegisch für die Begleitung. Er hoffe, den Corps nach dem gelungenen Auftakt im nächsten Jahr wiederzusehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN