Im 20. Jahr seit der Gründung Belmer Integrationswerkstatt feiert Ende des Schuljahrs

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Der Abschlussjahrgang 2018 der Belmer Integrationswerkstatt. Neben vielen erfolgreichen Abschlüssen feiert die Einrichtung in diesem Jahr auch ihr 20-jährigen Bestehen, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür am 26. August. Foto: Markus StrothmannDer Abschlussjahrgang 2018 der Belmer Integrationswerkstatt. Neben vielen erfolgreichen Abschlüssen feiert die Einrichtung in diesem Jahr auch ihr 20-jährigen Bestehen, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür am 26. August. Foto: Markus Strothmann

Belm. Diese Woche feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Belmer Integrationswerkstatt (BIW) das Ende des Schuljahres. Gemeinsam mit Lehrkräften und Gästen blickten sie zurück auf ein ereignisreiches Jahr.

Der Leiter der Einrichtung Gerhard Wienken begrüßte die Anwesenden. „Heute ist auch ein Tag, um uns bewusst zu werden, was wir hier tun und wie wir mit Jugendlichen arbeiten.“ Unter anderem haben acht Teilnehmer den Hauptschulabschluss nachgeholt. Wienken dankte besonders den ortsansässigen Betrieben für ihre Unterstützung, diese stellten häufig Teilnehmer der BIW als Auszubildende ein. 

„Ihr habt Großes geleistet“, richtete er das Wort dann direkt an die Absolventen. Die Unterstützung durch die Einrichtung sei wertvoll, aber: „Diesen Erfolg habt ihr vor allem eurer eigenen Stärke und Tatkraft zu verdanken.“ Gerhard Wienken übergab dann schnell an Belms Bürgermeister Viktor Hermeler. Der hatte nämlich anschließend noch einen Termin beim niedersächsischen Kultusminister.

„Sie werden in die Lage versetzt, ihr Leben etwas mehr in die eigene Hand zu nehmen“, sagte Bürgermeister Hermeler. Persönliche und finanzielle Unabhängigkeit seien eben eng verbunden mit der beruflichen Laufbahn. Er wäre gern länger geblieben, sagte Hermeler. „Aber der Minister vergibt Termine, und der Bürgermeister muss hin. Aber das ist auch wichtig, denn von ihm bekommen wir Geld.“ Damit erntete der Bürgermeister noch einen Lacher, bevor er sich zurückzog, um wenig später zu entschwinden. 

Lehrkraft Katharina Dunst fand ebenfalls deutliche wie humorvolle Worte. „Es war mit euch nicht immer harmonisch, aber ganz sicher auch nie langweilig.“ Sie lobte – neben den Leistungen der Teilnehmer – auch ihre kreativen Ausreden für Zuspätkommen oder Nichterscheinen. Ihre Lieblingsentschuldigung: „Die Haltestelle war weg.“ Eigenständigkeit, Achtsamkeit, Toleranz, Ehrlichkeit: Diese Werte sollten die jungen Leute mitnehmen aus ihrer Zeit in der BIW. „Ich bin da total gechillt. Läuft bei euch“, sagte Katharina Dunst augenzwinkernd. Wird wohl Slang sein. 

Eine Fotostrecke zeigte den Teilnehmern nochmals wichtige Stationen des vergangenen Jahres: Ausflüge, Weihnachtsaktionen, Kochen, Sport. Wie das bei Schnappschüssen immer so ist: Sparsame Gesichter gab es reichlich, und damit Grund zur Freude beim Betrachten der Bilder. Im Anschluss gab es die Zeugnisse, eine Rose pro Nase und eine Umarmung von Lehrkraft Carolina Wischmann. 

Jedes Jahr wird am BIW ein Jahrgangssymbol erarbeitet. Da die Einrichtung in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum feiert, fällt dieses etwas größer aus. Es handelt sich um einen Bauwagen. Der steht nicht direkt auf dem BIW-Grundstück, sondern im nahen Kirchgarten der Christusgemeinde. Unter anderem soll der Wagen als alternativer Unterrichtsort dienen.


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