IPOL-Power-Tage Turnier für Islandpferde in Belm

Von Claudia Sarrazin


Belm. Die Niedersachsen Meisterschaft für Islandpfertreiter und die  IPOL-Power-Tage in Belm-Vehrte bieten seit Donnerstag nicht nur für Pferdenarren ein abwechslungsreiches Programm: Es gibt Mitmach-Angebote für Kinder und ein Rudelsingen am Freitagabend. Außerdem ist der „Kostümtölt“ am Samstag ein Blickfang. Freunde des Reitsports wiederum können sich auf 74 Prüfungen freuen, zu denen sich gut 370 Reiter angemeldet haben.

Es war heiß und schwül, als die ersten Reiter mit ihren Islandpferden am Mittwoch zur Niederdsachsen Meisterschaft und den IPOL-Power-Tagen in Belm anreisten. Viele von ihnen richteten sich auf den Campingwiesen der Anlage der Islandpferdereiter Osnabrücker Land (IPOL) an der Holststraße häuslich ein. Schon bald standen die ersten Pferde in abgesteckten Bereichen direkt neben Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Auf der Bahn wurde es erst gegen späten Nachmittag voller. Dann wirbelte der neue Belag der Reitbahn unter den Hufen hoch, und die Mähnen der Islandpferde wehten als sie ihre Trainingsrunden drehten. 

Niedersachsen Meisterschaft

Ernst wird es ab Donnerstag, 31. Mai, ab 10.30 Uhr: Dann starten in Kombination die Niedersachsen Meisterschaft und die IPOL-Power-Tage in Belm. „Wir freuen uns, dass wir die Niedersachsen Meisterschaft diesmal bei uns haben“, berichtete  IPOL-Pressewartin Andrea Merfeld. Denn dafür müssten sich die Vereine bewerben. 

Sportlich und gemütlich

Beim Blick auf die trainierenden Pferde fiel auf: Islandpferde gibt es in vielen Farben. „Und ebenso so groß ist auch die Vielfalt hinsichtlich des Tempraments der Pferde“, wusste Merfeld. Die „Sportkracher“ gehen in der „Sportklasse“ an den Start. Hier werden die verschiedene Gangarten beurteilt - unter anderem beim „Speedpass“. Dieser Rennpass ist eine Spezialgangart, bei der die Pferde bis zu 45 Kilometer pro Stunde schnell werden können. In der Freizeitklasse wiederum steht in Belm am Wochenende unter anderem der Easy-Treck auf dem Programm. „Dabei müssen die Teilnehmer nach Karte 20 Kilometer durchs Osnabrücker Land reiten, aber auch Theorie- und Geschicktlichkeitsaufgaben erfüllen“, so Merfeld. 

Mitmachen und Hingucken

Programmtipps, die auch Nicht-Reiter begeistern, hatte Merfeld ebenfalls parat: „Am Freitag veranstalten wir zum zweiten Mal ab 21 Uhr ein Rudelsingen mit der Sängerin Tina Wiening.“ Der „Mitternachtstölt mit Kostüm“ startet am Samstag um 22 Uhr. Der Tölt ist eine vererbte Spezialgangart von Islandpferden im Vierteltakt, die vom Tempo her zwischen Schritt und Galopp variiert. „Beim Kostümtölt ist die Kreativität der Reiter gefragt, oft sind Reiter und Pferd verkleidet“, erzählte Merfeld. „Es kamen schon mal Teilnehmer als Feuer und Eis, als Ken und Barbie oder mit Lichterketten behangen. Das ist wie Karneval.“ Das Besondere dabei: Die Preisrichter beurteilen den Tölt, und das Publikum stimmt mittels Applaus über die Kostüme ab. 

Für die ganze Familie

Für Kinder veranstalten der IPOL ein eigenes Rahmenprogramm: Am Samstag von 14 bis 16.30 Uhr und am Sonntag von 11 bis 13.30 Uhr gibt es für sie Mitmach-Aktionen wie Basteln. Außerdem gibt es auf der Reitanlage Essen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen. Eintritt und Parken sind kostenlos. „Und wir haben einige Verkaufsstände mit Kunsthandwerk und Ähnlichem, zum Beispiel angefertigten Hundeleinen“, berichtete Merfeld.

Reiter sind gut zufrieden

Derweil drehten immer mehr Reiter ihre Trainingsrunden auf der Anlage, eine von ihnen war Anna-Lea Schaper. Sie war früher schon oft in Belm mitgeritten, mit ihrem jungen Pferd Aris von Glashütte dort aber nun zum ersten Mal auf einem größeren Turnier. „Die Organisation hier ist gut“, lobte sie, während Katharina Schönauer mit Orion Frá Havammi 2 die „gute Bahn“ aufgefallen war. Heike Belz war auch zum ersten Mal mit Pferd „Totti“ in Belm: „Denn ich habe nur gutes gehört, und es ist hier wirklich schön.“