Belmer können ruhig schlafen Polizei Belm stellt im Präventionsrat Kriminalstatistik vor

Von Nina Strakeljahn

Der Leiter Belmer Polizeistation, Axel Felix, stellt dem Präventionsrat die Kriminalstatistik vor. Foto: Archiv Thomas OsterfeldDer Leiter Belmer Polizeistation, Axel Felix, stellt dem Präventionsrat die Kriminalstatistik vor. Foto: Archiv Thomas Osterfeld

Belm. Mit 631 Straftaten im Jahr 2017 ist Belm auf dem zweitniedrigsten Stand seit Bestehen der Belmer Polizeistation. Nur 2015 waren es mit 622 noch weniger Straftaten, sagte der Leiter Belmer Polizeistation, Axel Felix. Er stellte die Kriminalstatistik im Präventionsrat vor.

"Wenn ich in Belm wohnen würde, könnte ich in Ruhe schlafen"; sagte Felix, nachdem er die Zahlen präsentiert hatte. Lag die Zahl der Straftaten 2005 noch bei 1134 ist seitdem kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig ist auch die Aufklärungsquote gestiegen. 69,3 Prozent der Straftaten wurden 2017 aufgeklärt. Besonders die Aufklärungsquote bei Ladendiebstähle sei sehr hoch.

Weniger Wohnungseinbrüche

Den größten Anteil bei den Straftaten haben Diebstähle (261), die aber leicht rückläufig sind. Mit 109 Fällen bilden Ladendiebstähle die größte Gruppe. Einen Anstieg gab es bei den Kfz-Aufbrüchen von sechs 2016 auf 22 im Jahr darauf. Grund sei eine Serie von Tankaufbohrungen gewesen, erklärte Felix. Diese habe irgendwann aber geendet. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Belm nochmals zurückgegangen. Waren es 2015 noch 31 Fälle und 2016 16, wurden 2017 noch zwölf Wohnungseinbrüche registriert.

An zweiter Stelle bei den Straftaten stehen sonstige Vergehen (125), wozu unter anderem Sachbeschädigungen und Beleidigungen zählen. Auch die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Leicht gestiegen ist hingegen die Zahl der Rohheitsdelikte. Während es 2015 noch 87 waren, stieg die Zahl auf 97 im Jahr 2016 und auf 99 im Jahr 2017. Leichte Körperverletzungen sind  die häufigsten Delikte (48). Aber auch sieben gefährliche Körperverletzungen und fünf Fälle von Raub gab es in Belm.

31 Delikte mit Verstoß gegen Betäubungsmittelgesetz

Vermögensdelikte gab es 93. Diese sind ebenso zurückgegangen wie die Gruppe der Fälle die unter die strafrechtlichen Nebengesetze fallen. Das waren 48. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Betäubungsmitteldelikte, die mit 31 Taten auch den größten Teil ausmachen. Aber auch neun Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz wurden registriert.

In der Statistik vermerkt sind außerdem zwei Tötungsdelikte. Bei einem habe es einen Anfangsverdacht auf eine versuchte Tötung gegeben, erklärt Felix auf Nachfrage. Bei dem anderen habe es sich um eine fahrlässige Tötung nach Baumfällarbeiten gehandelt. Auch drei Sexualdelikte sind aufgeführt, darunter seien aber keine schweren, so Felix.

Zusätzliches Schild für die Polizei

Den Umzug der Polizei an den Marktring haben viele Belmer bemerkt, aber noch nicht alle. Die Polizei und auch der Präventionsrat wünschen sich nun noch ein Schild, das deutlicher auf die Polizeistation hinweist. Gemeinsam wollen sie über Lösungen nachdenken.