Feiern und Gutes tun BOK-Spende für das Spes Viva „Trauerland“ in Belm

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Große Freude bei Trauerland-Leiterin Hannah Erk (rechts): Sandra Kötter (Geschäftsführung Spes Viva, links) und Jens Strebe (Spes-Viva-Vorstand, 2. von links) bekamen einen Spenden-Scheck über 3760 Euro von Stadtprinzessin Gabi I. und ihrer Adjutantin Iris I. und dem BOK Geschäftsführer Detlef Spindler sowie dem BOK-Präsidenten René Herring. Foto Robert SchäferGroße Freude bei Trauerland-Leiterin Hannah Erk (rechts): Sandra Kötter (Geschäftsführung Spes Viva, links) und Jens Strebe (Spes-Viva-Vorstand, 2. von links) bekamen einen Spenden-Scheck über 3760 Euro von Stadtprinzessin Gabi I. und ihrer Adjutantin Iris I. und dem BOK Geschäftsführer Detlef Spindler sowie dem BOK-Präsidenten René Herring. Foto Robert Schäfer

Belm. 3760 Euro sind bei Pinverkauf und Spendensammlung der Osnabrücker Karnevalisten vom Bürgerausschuss Osnabrücker Karneval (BOK) zusammengekommen. Vor Kurzem wurde der Spendenscheck an das „Trauerland“ Belm von Spes Viva übergeben.

„Nicht nur feiern, sondern auch was Gutes tun“, so beschrieb BOK-Präsident René Herring die jährliche Pin-Aktion der Osnabrücker Karnevalisten. In jeder Session verkauft das Prinzenpaar oder wie in diesem Jahr die Prinzessin Gabi I. kleine Metallpins für den guten Zweck. Dieses Mal wurde für das Belmer „Trauerland“ des Vereins „Spes Viva“ gesammelt.

Traueraufarbeitung

Im Trauerland kümmern sich zwei hauptamtliche Trauerbegleiter und mehr als 30 Ehrenamtliche um die Trauerbegleitung von Kindern und Familien. „Über 50 Kinder und Jugendliche kommen regelmäßig in die Gruppen“, berichtete Leiterin Hannah Erk. In vier Kinder- und einer Jugendgruppe können sie sich alle 14 Tage in dem Haus treffen und ihre Trauer aufarbeiten. „Die Trauerbewältigung ist sehr individuell“, so Erk.

Im Trauerland gebe es Raum für Stille, Raum für Laute, Raum fürs Alleinsein und Raum für Gruppen. Es gehe darum, Kinder aus der Isolation zu holen. In der Gruppe fühlen sie sich nicht allein. Die Kinder und Jugendlichen haben meist ein Elternteil verloren, manchmal sind es Großeltern oder auch Geschwister. Eine Situation, die für Kinder sehr schwierig ist. Aber auch trauernde Kinder sind Kinder. Sie wollen spielen und fröhlich sein. „Wir wollen die Kinder unterstützen“, so Sozialpädagogin Erk. „Im Normalfall bleiben die Kinder etwa zwei Jahre in der Gruppe, manche sind aber schon seit vier Jahren regelmäßig hier.“

Verein „Spes Viva“

Den Verein „Spes Viva“ gibt es bereits seit fast 25 Jahren. Er ist aus der Hospiz- und Palliativarbeit im Krankenhaus Ostercappeln hervorgegangen und kümmert sich in verschiedenen Projekten um die Sterbe- und Trauerbegleitung. Das „Trauerland“ in Belm ist ein vollkommen spendenfinanziertes Konzept. Für die Arbeit im „Trauerland“ werden immer Ehrenamtliche gesucht, die keine pädagogische Ausbildung brauchen. Einen Eindruck von der Arbeit im Haus kann man sich am 3. Juni beim Tag der offenen Tür während des Gemeindefestes machen.

Das Spendengeld der Karnevalisten kam nicht nur durch den Pinverkauf zusammen. Mehr als 300 Euro ergab allein die Kollekte beim Karnevalsgottesdienst. Zudem waren Gabi I. und ihr Gefolge auch auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Hier konnten sie nicht nur viele Pins verkaufen, sondern erhielten spontan auch die Trinkgeldkasse eines Schaustellers als Spende.


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