Kaffeegarten eröffnet im April Vehrter Dorfladen ist auf einem guten Weg

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Vorsitzende Inge Drachenberg (links) und Marion Küthe freuen sich, dass die ersten Monate des Dorfladens gut gelaufen sind. Foto: Jörn MartensVorsitzende Inge Drachenberg (links) und Marion Küthe freuen sich, dass die ersten Monate des Dorfladens gut gelaufen sind. Foto: Jörn Martens

Belm. Der Vehrter Dorfladen ist seit November geöffnet. Viele Neugierige schauten in den ersten Wochen vorbei. Doch wie hat sich der Laden in den ersten Monaten entwickelt? Die Vorsitzende des Vereins Dorfladen, Inge Drachenberg, und Leiterin Marion Küthe ziehen eine erste Bilanz.

Die Tür geht auf. Ein kleines Mädchen kommt herein. Sie kann gerade so über die Ladentheke schauen. Ein Brötchen hätte sie gerne und bekommt das auch. Glücklich verlässt sie den Dorfladen wieder. Nur wenige Momente vergehen, dann öffnet sich wieder die Tür: der nächste Kunde.


Der Dorfladen Vehrte wird gut angenommen. Drachenberg und Küthe sind zufrieden, obwohl es natürlich immer noch besser gehen könnte. Vor allem nach der Eröffnung wollten sich viele den Laden anschauen. Im Januar gab es eine kleine Flaute, aber das sei normal, erklärt Küthe. Der Februar sei wieder besser gelaufen. 200 bis 240 Kunden zählen die beiden Frauen im Schnitt.



Etwa 200 Kunden kommen im Schnitt täglich in den Vehrter Dorfladen. Foto: Jörn Martens


Schon jetzt hat der Dorfladen einige Stammgäste. Manche kommen jeden Tag, um ihre täglichen Besorgungen zu machen. Andere kaufen für die ganze Woche ein. Wieder andere holen schnell, was sie vergessen haben. Auch Kinder besuchen regelmäßig den Laden. Die Kunden seien unterschiedlich. 

6000 Brötchen verkauft

Besonders beliebt seien vor allem Süßwaren inklusive Chips, erzählt Küthe. Aber auch die Nachfrage eines Pizza-Angebots hat das Team überrascht. "Die Pizzen waren am Ende der Woche so gut wie weg", sagt sie. Mengen zu schätzen sei manchmal nicht so leicht, weil sie keine Vorstellungen hätten, wie so etwas ankommt. Deshalb wird auch das Sortiment immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Die Zusammenarbeit mit den Zulieferern laufe ebenfalls gut. Fleisch und Backwaren werden viel gekauft. Im Februar gingen zum Beispiel 6000 Brötchen über die Ladentheke.



Im Bistro können sich die Gäste jetzt auch Bücher ausleihen. Foto: Jörn Martens


Großer Beliebtheit erfreut sich nach Angaben der Frauen auch das Bistro. Die Vehrter verabreden sich dort,  so wie es sich Küthe und Drachenberg gewünscht haben. Auch Handwerker trinken dort gerne einen Kaffee. Dazu genießen viele ein Stück selbst gebackenen Kuchen. Die Frauen, die sie herstellen, bekommen nun nach und nach alle eine Hygieneschulung vom Landkreis, der diese für Ehrenamtliche kostenlos anbietet. Damit können die Bäckerinnen ihre Kuchen alleine in der Küche des Ladens fertigstellen. Im österlich geschmückten Bistro gibt es noch eine weitere Neuerung: ein Bücherregal. Dort kann sich jeder ein Buch nehmen, es leihen oder einfach ein anderes hinstellen.


Die Auszubildenden der Firma Dukat, Jessica Klug und Simon Stolze, haben die Fläche für das Gartencafé gestaltet. Foto: Jörn Martens


Wenn es draußen wärmer wird, können die Kunden demnächst auch im Kaffeegarten Platz nehmen. Die Auszubildenden der Belmer Gartenbaufirma Dukat, Jessica Klug und Simon Stolze, haben in einem Azubiprojekt die Fläche angelegt. Dabei haben sie das gesamte Projekt selbst organisiert und abgewickelt. Etwa eine Woche Arbeit steckt darin. Entstanden ist ein Bereich, in dem Tische und Stühle für 25 Personen stehen sollen. Ende April soll der Kaffeegarten eröffnet werden.


Das Team um Inge Drachenberg und Marion Küthe lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Auf dem Parkplatz steht an vier Dienstagen ein Imbisswagen, der Burger verkauft. Beim ersten Mal war der Andrang so groß, dass einiges ausverkauft war, erzählt Drachenberg. Wie es mit diesem Angebot weitergeht, sollen die weiteren Verkaufstage zeigen.

Morgens eine halbe Stunde später geöffnet

Die Öffnungszeiten haben Drachenberg und ihr Team noch einmal überarbeitet, weil morgens ganz früh nicht so viel los ist. Deshalb öffnet der Dorfladen ab 3. April morgens eine halbe Stunde später, hat dann also montags bis samstags ab 7.30 Uhr geöffnet. Sonntags bleibt es bei 8 Uhr. Über Mittag soll der Laden auch weiterhin durchgehend offen bleiben.


Die beiden Frauen blicken optimistisch in die Zukunft. Als nächstes Projekt steht noch die Überarbeitung der Internetseite an. Ab kommender Woche soll die Homepage neu gestaltet sein. Außerdem sucht der Dorfladen weiterhin Ehrenamtliche. Viele engagieren sich bereits – auch die Kinder. Sie haben die Fenster mit österlichen Motiven bemalt.


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