Mit zwölf Unternehmen Erstkontakt mit Berufswelt für Belmer Achtklässler

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Berufsweltorientierung: Azubi Knud Poffers zeigte den Schülerinnen, wie man eine Abzweigdose verdrahtet. Die Achtklässlerinnen Merle Diehl und Veronika Golstein erledigten die Aufgabe gut. Foto: Markus StrothmannBerufsweltorientierung: Azubi Knud Poffers zeigte den Schülerinnen, wie man eine Abzweigdose verdrahtet. Die Achtklässlerinnen Merle Diehl und Veronika Golstein erledigten die Aufgabe gut. Foto: Markus Strothmann

Belm. In der Johannes-Vincke-Schule trafen Schüler der achten Klasse zusammen mit Vertretern von zwölf kleineren und größeren Unternehmen zur praktischen Berufsweltorientierung.

Knud Poffers, Azubi bei Altewichard in Belm, zeigte den Schülerinnen Merle Diehl und Veronika Golstein, wie man eine Abzweigdose korrekt verdrahtet. Mit der entsprechenden Zange die Isolierung von den Adern entfernen, alles sortieren, mit Klemmen verbinden – Merle und Veronika erledigen die Fummelarbeit geduldig.

Elektrotechnik funktioniert also ganz gut, aber für Heizungsbau sieht Merle sich weniger geeignet. „Das ist ein Job, bei dem man ein bisschen mehr Kraft braucht, die habe ich nicht so. Aber interessant ist es schon.“ Es ist noch früh am Tag, vor der Station beim Installateur für Elektro, Sanitär und Heizung Altewichard war sie bis jetzt nur beim Stand von Edeka. „Mal schauen, wie es weiter geht. Ich lasse mich überraschen.“

Berufe kennenlernen im Rotationsprinzip

Sergej Riedel von MAN Truck&Bus beantwortet die Fragen der Schüler, die nicht nur wissen wollen, was Mitarbeiter von MAN machen, sondern auch, wie viel sie verdienen. „Seid nicht schüchtern, stellt Fragen“, sagt Sergej Riedel, und nach kurzer Zeit kommt das Gespräch in Gang. Nach der gemeinsamen Sitzung geht es nahtlos weiter mit der nächsten Gruppe nach dem Rotationsprinzip, schließlich sollen sämtliche Teilnehmer alle zwölf Stationen kennenlernen.

Damit die Berufsweltorientierung flüssig läuft und alle Beteiligten möglichst viel mitnehmen, haben die Schüler sich auf den Tag vorbereitet, „Die Schüler reden viel und stellen viele Fragen, es entsteht ein Dialog“, sagt Dagmar Carius-Guhn. Für die Personalberatung Up Consulting begleitete sie das Programm, das dem festen Ablauf eines „Jump!-Trainings“ folgte.

Fester Termin

„Die Berufsweltorientierung in der achten Klasse ist die erste berufsorientierende Maßnahme für die Schüler“, sagt Alexander Vehring, Fachleiter Wirtschaft an der Johannes-Vincke-Schule. Theoretisch gäbe es natürlich auch die Möglichkeit, Praktikumsplätze zu finden. „Aber es haben schon alle einen Platz für das Schulpraktikum, was aus unserer Sicht natürlich erfreulich ist.“

Auch wenn die Aussicht, vor Ort auf Praktikanten zu stoßen, darum eher gering war, waren viele Unternehmen zum wiederholten Mal dabei. Auch dank der Auswahl waren die Reaktionen der Schüler durchweg positiv: Berufe in verschiedenen Branchen lernten sie ebenso kennen wie Arbeitgeber in unterschiedlichen Größenordnung, denn lokale bzw. regionale Betriebe wie Estrich Tscherner, das Gartenwerk Dukat oder Gering Kältetechnik waren genauso vertreten wie Hellmann Worldwide Logistics, KME Germany und MAN Truck & Bus Deutschland.


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