Zwischen Tradition und Moderne Bissendorfer Gemeinde blickt mit Pastor Thomas auf Indienreise zurück

Von Monika Vollmer

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37 Bissendorfer bereisten im November Indien. Pastor Joby Thomas zeigte und kommentierte die Bilder und Erlebnisse der Reisegesellschaft. Foto: Monika Vollmer37 Bissendorfer bereisten im November Indien. Pastor Joby Thomas zeigte und kommentierte die Bilder und Erlebnisse der Reisegesellschaft. Foto: Monika Vollmer

Bissendorf. Indien, ein Labyrinth der Gegensätze. Das Land der Maharadschas beeindruckt einerseits durch die Schönheit der Natur, steht für prachtvolle Tempel und Paläste und für die Liebenswürdigkeit der Menschen. Andererseits verunsichert es durch Chaos, Schmutz, Lärm und Elend. Hier Luxus, dort Armut. Eine 37-köpfige Gruppe aus Bissendorf machte sich auf den Weg, um das Land zu entdecken.

Gut vorbereitet und begleitet von Pastor Joby Thomas traten 36 Unternehmungslustige der Gemeinde Bissendorf im November 2017 ihre vierzehntägige Reise zu dem Subkontinent an, um „die Juwelen Indiens“ zu entdecken. Die gesammelten Reiseeindrücke wurden nun anhand eines kommentierten Bildervortrages im Pfarrhaus gezeigt.

Dynamische Hauptstadt Delhi

In Düsseldorf gestartet, führte die Reise zunächst in Indiens dynamische Hauptstadt Delhi, Heimat von 15 Millionen Menschen. Der weitere Verlauf lautete: Agra, Fatehpur Sikri, Jaipur, Banglore, Mysore und weiter in die Heimat Thomas´, den Küstenstaat Thalassery. Bereist wurde eine Linie von Norden nach Süden, mit einem Inlandsflug und ansonsten mit Bus und Fahrer über sogenannte Autobahnen.

Atemberaubende Eindrücke

„Es war eine tolle Reise mit vielen atemberaubenden Eindrücken“, so Sibylle Nolte und Barbara Arendröwer, die beide sofort wieder in das Land fliegen würden. Den Süden fanden sie spannender, da er viel grüner und entwickelter sei als der Norden. „Der Norden hat zwar die meisten Sehenswürdigkeiten, aber es gibt dort sehr viel Smog und Armut,“ erzählte Arendröwer.

Tiger gesichtet

Pastor Joby Thomas stellte ein vielfältiges, buntes Programm auf die Beine, welches anhand von Bildern dokumentiert wurde. Nachdem die Gruppe in Agra ein unvergesslicher Blick auf den Taj Mahal geworfen und in Fatehpur die tiefroten Sandsteinbauten besichtigt hatte, führte die Reise nach Jaipur. In der Hauptstadt Rajasthans besichtigten sie den Palast mit seinen ockerfarbenen Mauern, den Affentempel und bummelten über einen der farbenfrohen Basare mit einem Meer aus Blüten und Farben, Gewürzen, saftigsten Früchten und klebrigem „Jaggery“.

Neben Hausboottour, Rikscha-Fahrt, Safaritour im Nagarhole Nationalparkt mit Sichtung eines Tigers, gab es besonderen Spaß bei einem Ritt auf Elefantenrücken.

Grüße an die deutschen Patenfamilien

In der Heimat des Pastors, dem 300-Familiendorf Peravoor im Küstenstaat Thalassery, wartete dann noch eine Überraschung auf das Kollektiv: Alle Dorfbewohner inklusive des Weihbischofs begrüßten die deutsche Schar mit einem riesengroßen Banner, bunten Jasmin-Blumenkränzen und Gemeinschaftsessen. Auch die 20 Patenfamilien, deren schulpflichtige Kinder von 20 Bissendorfer Familien unterstützt werden, wurden besucht. Fröhlich blickten die Mädchen in ihren grau-rosafarbenen Uniformen in die Kamera und schickten Grüße an die deutschen Patenfamilien.

Der Abschied viel sichtlich schwer und Pastor Thomas merkte man bei der Bilderkommentation eine kleine Portion Heimweh und Wehmut in seinen strahlenden Augen an. Insbesondere dann, wenn er von seinen Geschwistern, Neffen und Eltern spricht.

Gute Nerven und Schicksalsergebenheit

Der Vortrag Indiens beeindruckte mit Fülle, Euphorie aber auch mit Irritation. Hermann-Josef Kampmeyer formulierte das so: „Hier Luxus, da Armut. Und immer wieder die Erfahrung, wie neugierig und fröhlich die Menschen vor Ort sind“. In Indien braucht es gute Nerven und Schicksalsergebenheit. Die Reiseteilnehmer waren sich jedoch einig: das Land mit 17 Sprachen und 1500 Dialekten, lohnt auf jeden Fall einen zweiten Besuch.


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