Möglichst lange im eigenen Zuhause Gepflegte Stunden in der Altentagespflege in Belm

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Belm: Reportage Tagespflege im Haus St. Marien. Foto: Jörn MartensBelm: Reportage Tagespflege im Haus St. Marien. Foto: Jörn Martens

Belm. Alt werden in den eigenen vier Wänden. Das wünschen sich viele Senioren. Doch mit den Jahren wächst der Anspruch an die Angehörigen. Vor allem, wenn Krankheiten hinzukommen, wird die Pflege für sie nicht selten zur Herausforderung. Entlastung bietet die Tagespflege. Dort werden die Senioren tagsüber betreut und kehren abends nach Hause zurück.


Tagespflege als Ergänzung

Tagespflege spielt eine große Rolle im Bereich der Altenpflege, sagt Anja Fels, Fachdienstleiterin Soziales beim Landkreis. Sie ist auch davon überzeugt, dass das in Zukunft so bleiben wird. Die Tagespflege bietet eine Möglichkeit der ambulanten Pflege, vor allem von älteren Menschen. Meist werden die Senioren von 8 bis 16 Uhr versorgt. So können Angehörige tagesweise entlastet werden. Einige benötigen sie auch, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. In Deutschland gelte das Prinzip ambulant vor stationär, erklärt Fels. Viele würden auch gerne so lange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben. Die Tagespflege unterstützt das. Finanziert wird die Tagespflege durch drei Komponenten.

Wer in den Pflegestufen zwei bis fünf eingestuft ist, bekommt je nach Einstufung maximal 689 bis 1995 Euro pro Monat für die Tagespflege. Unterkunft und Verpflegung müssen privat bezahlt werden. Die Investitionsfolgekosten übernimmt das Land Niedersachsen.

Im Landkreis Osnabrück ist die Zahl der Tagespflegeplätze rasant gestiegen. Während es im Jahr 2005 nur 50 Plätze gab, sind es Ende 2017 628 Plätze. „Die Tagespflegen sind gut ausgelastet“, sagt Fels. Beschwerden bei Heimaufsicht über Tagespflegen gebe es so gut wie keine, betont die Fachdienstleiterin. „Ich halte Tagespflege für eine sinnvolle Ergänzung“. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass diese Einrichtungen, ebenso wie ambulantes Wohngemeinschaften, noch mehr in die Fläche gehen und sich nicht nur in den Ortszentren konzentrieren.

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