Antrag für 2019/2020 geplant Gymnasialer Zweig für die Belmer Johannes-Vincke Schule?

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Die Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Nina StrakeljahnDie Johannes-Vincke-Schule in Belm soll einen gymnasialen Zweig bekommen. Foto: Nina Strakeljahn

Belm. Die Gemeinde Belm will an der Oberschule einen gymnasialen Zweig einrichten. Dieses Vorhaben stellte Bürgermeister Viktor Hermeler dem Bildungssausschuss am Montagabend vor.

Bislang werden an der Johannes-Vincke Schule in Belm Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse unterrichtet. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Allerdings sollen gute Schüler besonders gefördert werden, sodass sie nach der zehnten Klasse auf ein Gymnasium wechseln können. Viele Kinder würden an der Schwelle zwischen Gymnasium und Oberschule stehen, ein gymnasialer Zweig würde ihnen eine weitere Möglichkeit aufzeigen.

Gezielte Förderung

Zwar machen auch jetzt schon Kinder an der Oberschule den erweiterten Realschulabschluss, der ihnen einen Übergang zum Gymnasium ermöglicht, doch das soll damit noch gezielter gefördert werden, sagte Hermeler auch Nachfrage. Dazu sollen die Kinder in den Fächern, in denen sie besonders gut sind, auf einem höheren Leistungsniveau unterrichtet werden. Dazu werden die Schüler dann getrennt.

Bereits 2015 gab es in der Gemeinde diese Überlegungen. Allerdings hätte damals die Anzahl an Eltern, die sich das für ihr Kind vorstellen können, nichts ausgereicht, weshalb ein Antrag damals nicht gestellt wurde, erklärt Hermeler. Nun sei das sowohl bei den Eltern als auch den Lehrern ein Thema. Im zuständigen Arbeitskreis wurde der Plan deshalb diskutiert und dem Bildungsausschuss vorgestellt.

Eltern gut aufklären

Der Ausschuss begrüßte die Idee. Erwin Schröder (SPD) unterstützte den Antrag. Man könne Akzente setzen, Synergieeffekte in vielen Bereichen schaffen und den Wohnort Belm noch attraktiver machen. Ob es möglicherweise in Richtung einer IGS gehen könnte, müsse man sehen – auch wie dann die Entwicklung sei. Bernhard Strootmann (CDU) fand ebenfalls Gefallen an einem gymnasialen Zweig. Er betonte aber, dass man die Eltern überzeugen und die entsprechenden Zahlen auch erreichen müsse. Dem stimmte Schröder zu: „Die Eltern müssen gut aufgeklärt werden.“

Umgesetzt werden soll der gymnasiale Zweig nach Wunsch des Arbeitskreises zum Schuljahr 2019/2020. Der Antrag müsste deshalb bis Oktober 2018 gestellt werden, sagte Hermeler. Deshalb wird der Vorschlag den Bildungsausschuss voraussichtlich in den nächsten Monaten beschäftigen.


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