Ziel ist die Rückkehr nach Hause WG bietet in Belm intensive Pflege für beatmete Kinder

Von Nina Strakeljahn

Ruhig schläft das kleine Mädchen in seinem Bettchen. Das lauteste Geräusch macht das Beatmungsgerät. Foto: Jörn MartensRuhig schläft das kleine Mädchen in seinem Bettchen. Das lauteste Geräusch macht das Beatmungsgerät. Foto: Jörn Martens

Belm. Wenn Kinder beatmet werden müssen, brauchen sie besondere Pflege und ihre Eltern Unterstützung. In Belm hat nun eine ambulante Intensivpflegeeinrichtung für diese Kinder eröffnet. Das Ziel ist eine baldige Rückkehr ins eigene Zuhause.


Wohngemeinschaften für beatmete Patienten

Die Zahl an Wohngemeinschaften für beatmete Patienten, egal ob für Erwachsene oder Kinder, steigt in den vergangenen Jahren an, sagt Peter Tenhaken, Abteilungsleiter Infektionsschutz beim Landkreis. Diese Möglichkeiten für eine solche Pflege begrüßt er. Für Erwachsene gibt es im Landkreis bereits mehrere, für Kinder ist die in Belm die erste.

Insgesamt schätze man, das in Deutschland etwa 5000 Patienten beatmeten werden müssen. Bei vielen Patienten käme eine schwerere Erkrankung oder ein Wachkoma hinzu, weshalb die Pflege sehr aufwendig sei. Für die Wohngemeinschaften sei es oft ein Spagat, erklärt Tenhaken. Einerseits wünschen sich die Familien, die Angehörigen im außerklinischen Bereich zu pflegen, auch weil die Akutversorgung im Krankenhaus abgeschlossen sei. Andererseits muss in einer solchen Einrichtung auch die adäquate medizinische Versorgung sichergestellt werden.

Man sei noch in einer Auslotungsphase und müsse sehen, welche Qualitätsstandards man benötige und wie man diese im Sinne der Patienten optimieren könne.