KFD-Karneval im Schützenhaus Sarkastische Ehefrauen erobern in Icker die Bütt

Von Julian Krauskopf

Petra Lüeske und Lydia Meyer zu Farwig brachten als Uschi und Edeltraud die Menge zum lachen. Foto: KrauskopfPetra Lüeske und Lydia Meyer zu Farwig brachten als Uschi und Edeltraud die Menge zum lachen. Foto: Krauskopf

Belm. „Icker - Helau, Vehrte - Helau, KFD - Helau.“ Mit Sketchen und musikalischen Darbietungen hat die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) im Icker Schützenhaus die fünfte Jahreszeit gefeiert. Neben dem Bühnenprogramm sorgte auch vor allen Dingen das Publikum selbst mit vollem Einsatz für einen ausgelassenen und stimmungsvollen Abend.

Im detailreich geschmückten Schützenhaus war die Stimmung ohne Ausnahme auf dem Höhepunkt. Niemand der KFD-Frauen kam unverkleidet. Zwischen bunten Kopfbedeckungen der unterschiedlichsten Art fanden sich unter anderem auch ein Drache, eine Pilotin, ein Marienkäfer und ein Asterix zusammen, um gemeinsam zu lachen, zu singen und zu schunkeln. Musikalisch animiert durch Schlagerhits wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ oder „Schatzi, schenk‘ mir ein Foto“ saß zwischenzeitlich niemand mehr auf seinem Stuhl.

Großer Andrang

Die KFD veranstaltet ihren Karneval seit nun schon einigen Jahren an gleich zwei Terminen. „Der Andrang ist immer sehr groß und die Karten gehen jedes Mal schnell weg“, berichtet Anne Escher, Vorsitzende der KFD. Angesichts der Stimmung konnte man sich auch in der Tat nur schwer etwas Anderes vorstellen.

Paradien alltäglicher Dinge

Auf der Bühne spielte sich ein abwechslungsreiches und kreatives Sketchprogramm ab. Die von den KFDlerinnen selbst organisierten und inszenierten Aufführungen parodierten vor allen Dingen alltägliche Situationen in oft sarkastischer und zynischer Weise. Lydia Meyer zu Farwig und Petra Lüeske alias Uschi und Edeltraud sangen in einem Ständchen: „Wieder Mal sind wir zu haben, wieder mal sind wir plötzlich ganz allein, doch wer unsere holden Männer wirklich kannte, weiß, das ist kein Grund zum traurig sein.“ Und tatsächlich: Rein gar nichts an der Veranstaltung ließ vermuten, dass die Männer an diesem Abend fehlten. Eine der wenigen Ausnahmen war Volker Gausmann, der sich als „Hahn im Korb“ um die Musik kümmerte. Allerdings auch nicht weniger gut gelaunt, als die weibliche Überzahl.

Familiär und vertraut

Frei nach dem Motto „selbst ist die Frau“ wurde die Veranstaltung wie immer komplett von der KFD selbst organisiert. Nicht zuletzt das ließ den Abend trotz der Vielzahl an Leuten familiär und vertraut wirken. Sowohl in der allgemeinen Organisation, als auch bei der farbenreichen Dekoration und dem Bühnenprogramm war zu sehen, dass sich wirklich alle große Mühe gaben, den Karneval zu etwas Besonderen zu machen. „Es kommt auf die Authentizität an“, erzählt Anne Escher, „besonders bei den Sketchen merkt man die Detailverliebtheit in den Rollen.“ Am Ende des Abends ging auch deshalb wohl niemand schlecht gelaunt nach Hause.