Westnetz eröffnet Erdgasbüro 2100 Haushalte in Belm sind von Gasumstellung betroffen

Das Team von Westnetz sowie die Mitarbeiter der Monteursfirmen wurden am neuen Erdgasbüro am Marktring von Bürgermeister Viktor Hermeler (links) begrüßt. Foto: Horst TroizaDas Team von Westnetz sowie die Mitarbeiter der Monteursfirmen wurden am neuen Erdgasbüro am Marktring von Bürgermeister Viktor Hermeler (links) begrüßt. Foto: Horst Troiza

Belm. In diesen Tagen beginnt der Gasversorger Westnetz mit den Vorbereitungen zur Umstellung von L-Gas auf H-Gas, die 2019 erfolgen soll. Etwa 2100 Haushalte im Belmer Raum sind davon betroffen, sie werden angeschrieben. Mitarbeiter des Unternehmens beantworten zudem Fragen zur Umstellung im eigens eingerichteten Erdgasbüro am Marktring 17 in Belm.

In einem ersten Schritt sind die Gaskunden ermittelt und inzwischen die ersten 500 von ihnen benachrichtigt worden. In dem Anschreiben sind Terminvorschläge enthalten, an denen Monteure der mit der Umstellung beauftragten Firma ESK/Gatter 3 die Haushalte aufsuchen können. „Dabei gehen wir natürlich auf die Wünsche der Gaskunden ein und versuchen, den für sie bequemsten Termin festzulegen“, sagte Meltem Beutler von Westnetz. Am betreffenden Tag kommt dann ein Mitarbeiter der Fachfirma ins Haus, der die Menge der dort vorhanden Gasgeräte ermittelt, Heizungsanlagen, Gasherde oder Warmwasserbereiter, und prüft, ob dort der Einbau von Ersatzteilen nötig sein wird.

Austausch von Brennern möglich

Rund ein Jahr später, Eckhard Stumpe, der verantwortliche Projektleiter bei Westnetz, schätzt den Zeitraum von Februar bis Mai 2019, kommen die Monteure erneut zu den Kunden und tauschen Düsen, Brenner und oder andere Einbauteile mit dem Ersatzmaterial aus. Im Gemeindegebiet Belm sind 2100 Haushalte mit Gaskunden bekannt. Geschätzt werden rund 2400 Geräte, die von den Monteuren kontrolliert werden. Da es in diesem Marktsegment etwa 20.000 unterschiedliche Geräte gibt, ist die Ersatzteilbeschaffung langwierig.

Spezialist für Qualitätssicherung

Dass am Ende alles richtig eingebaut ist, überprüfen Mitarbeiter der Firma Rumpel, ein Spezialist für Qualitätssicherung im Bereich Erdgasumstellung. In etwa zehn Prozent der infrage kommenden Haushalte werden solche Kontrollen vorgenommen werden.

Umstellung von L- auf H-Gas

Für Stumpe ist wichtig, zu betonen, dass die vorgenommene Umrüstung Folge der Umstellung von L- auf H-Gas ist. „H-Gas hat einen um etwa 10 Prozent höheren Brennwert, weshalb die Flammen in Thermen und Gasherden heißer werden. Deshalb müssen die Geräte angepasst werden“. Hintergrund ist der kontinuierliche Rückgang von Erdgas des Typs L (low calorific gas – niedriger Brennwert). Dagegen sind hohe nachgewiesene H-Gas-Reserven (high calorific gas – hoher Brennwert) vorhanden. Wichtig für die Kunden: „Gas wird durch die Umstellung nicht teurer“, so Stumpe. Auch die Umrüstung der Geräte für die Umstellung ist in der Regel kostenlos.

Kunden müssen keine Angst vor Trittbrettfahrern haben, die sich im Zuge der Prüfaktion Zugang zu den Haushalten verschaffen und die Bewohner um Geld oder anderes prellen wollen. „Wir haben eine dreifache Sicherung eingebaut, dass ausschließlich von uns beauftragte Monteure zu ihnen kommen“, tritt Meltem Beutler etwaigen Befürchtungen entgegen. Alle Termine würden schriftlich mitgeteilt, der Monteur weise sich mit einem Lichtbildausweis aus und er befände sich in Besitz eines Zugangscodes, nach dem die Kunden fragen können. „Im Zweifelsfall können die Kunden bei der Westnetz-Hotline anrufen und prüfen, ob der Monteur tatsächlich in unserem Auftrag unterwegs ist“.

Büro am Marktring

Um während dieser Zeit der Umstellungsmaßnahmen nah am Kunden zu sein, hat das Unternehmen ein Erdgasbüro eingerichtet. Die Adresse ist am Marktring 17, direkt neben der neuen Polizeidienststelle in einem der gemeindeeigenen Wohnungsgesellschaft gehörenden Gebäude. Das Büro ist mittwochs von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 8 bis 12 Uhr besetzt.

Bürgermeister Viktor Hermeler begrüßte die neuen „Mieter“. Innogy, das Mutterunternehmen, zu dem Westnetz gehört, sei „ein wichtiger Partner der Gemeinde“. Bereits im Herbst waren wesentliche Erklärungen zur Umstellung des Gases auf einer Bürgerversammlung mitgeteilt worden. „Da war zu erfahren, dass es ohne die Umstellung nicht geht“, sagte

Hermeler während der Begrüßung der Westnetz-Mitarbeiter.


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