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Teilabriss und Umbau Bad Rothenfelde will Krippenplätze in der Villa Lehmann schaffen

Von Petra Pieper | 15.02.2017, 18:52 Uhr

Für die Schaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Schüchtermann-Klinik die historische Villa Lehmann an der Ulmenallee teilweise abreißen und erweitert wieder aufbauen.

Im Schul-, Jugend- und Sozialausschuss standen die geplante Kostenaufteilung zwischen der Gemeinde und der Klinik sowie die voraussichtliche Nutzungsdauer zur Diskussion. Dass es zur Zusammenarbeit mit der Klinik komme, begrüße sie, sagte Onat Temme (SPD), aber dass die Gemeinde zwei Drittel der Kosten tragen solle für ein Gebäude, das ihr nicht gehöre, gefalle ihr nicht.

Gute Erfahrungen

Bürgermeister Klaus Rehkämper wies darauf hin, dass andere Gemeinden Bad Rothenfelde um die Unterstützung durch einen Geldgeber „beneideten“. Aber natürlich müsse, wenn öffentliche Gelder eingesetzt werden, eine dauerhafte Zweckbindung gegeben sein. Eine solche Nachhaltigkeit der Nutzung sehe er in der geplanten Vertragsdauer von 25 Jahren als gegeben. Auch die seit Jahren sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Antoinette-Schiller-Krippe spreche für eine Ausweitung der Kooperation. Zudem habe die Diözese Osnabrück bereits die Übernahme der Mehrkosten für die Verlegung einer Kindergartengruppe aus der sehr beengten Kita St. Elisabeth in die Villa Lehmann zugesagt. Die katholische Kirchengemeinde übernimmt die Trägerschaft der neuen Einrichtung. Mehr aus Bad Rothenfelde 

Nach kurzer Diskussion empfahl der Ausschuss einstimmig, zur Schaffung einer altersgemischten Gruppe und zum Umzug einer Regelgruppe aus dem St.-Elisabeth-Kindergarten die Villa Lehmann in Teilen abzureißen . Die historischen Straßenfassaden nach Richtung Süden und Westen sollen erhalten bleiben, rückwärtig, in Richtung Klinikpark, wird das restliche Gebäude abgebrochen und größer neugebaut.

661.000 Euro

Die Kosten belaufen sich nach einer vorläufigen Schätzung auf 661.000 Euro, wie Bauabteilungsleiterin Iris Seydel auf Nachfrage mitteilte; abzüglich der beantragten Zuschüsse für Krippenplätze in Höhe von 84.000 Euro und des Bistums-Zuschusses von 103.000 Euro verbleiben geschätzte Kosten von 474.000 Euro. Für den seitens der Gemeinde Bad Rothenfelde zu übernehmenden Kostenanteil werden in die Haushaltspläne 2017 und 2018 jeweils Mittel in Höhe von 150.000 Euro eingestellt.

Bis die neuen Räume genutzt werden können – voraussichtlich Ende des Jahres – bleibt es bei der Containerlösung auf dem Grundstück des Kindergartens St. Elisabeth.

Die Vorschläge resultieren aus der Arbeit eines eigens gebildeten Gremiums aus Kindergartenmitarbeitern, Eltern, Ratsvertretern und Verwaltungsmitarbeitern, die das Erweiterungspotenzial aller bestehenden Einrichtungen überprüft haben. Grundsätzlich sei bei der Kita-Planung darauf zu achten, dass beide Träger, also katholische und evangelische Kirche, ausgewogen berücksichtigt werden.