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Romantisch durch den Winter Trio Musica im Bad Rothenfelder Haus des Gastes

Von Danica Pieper, Danica Pieper | 30.12.2016, 10:44 Uhr

Das Trio Musica ist in Bad Rothenfelde eine feste Größe. Auch bei ihrem letzten Konzert im Haus des Gastes lockten die Musiker wieder zahlreiche Besucher an, die sich an dem Programm aus Volksliedern, Operettenmelodien und Schlagern erfreuten.

Gerade einmal drei Monate ist der letzte Auftritt des Trio Musica in Bad Rothenfelde her, und trotzdem war das Interesse wieder groß: Etwa 130 Besucher hatten sich im Haus des Gastes eingefunden, zeitweise gab es nur noch Stehplätze. Ein Erfolgsrezept der Musiker aus Hilter und Bad Laer: Sie setzten auf altbekannte und liebgewonnene Melodien. „Wir spielen immer nur Ohrwürmer, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben“, erklärte Mandolinistin Christa Weber, die gemeinsam mit Pianistin und Sopranistin Olga Dahlke und Bassbariton Theo Geers das Trio Musica bildet.

Themenblöcke

Den ersten Teil des Konzerts widmeten die drei Musiker, passend zur Jahreszeit, dem Winter. Mit der Liedversion von Joseph von Eichendorffs Gedicht „Stille Zeit“ oder dem schlesischen Volkslied „Und in dem Schneegebirge“ brachte das Trio Musica die Herzen seiner Besucher erkennbar zum Schmelzen. Den Rest des Auftritts hatte die Gruppe in Blöcke von jeweils drei Liedern aufgeteilt, die sich verschiedenen Themen widmeten: Mal ging es nach Italien, mal ins Rheinland, mal spielten sie Operettenmelodien, dann wieder Schlager. In der Mitte der Blöcke erklang stets ein Instrumentalstück.

Meist als Duo auf der Bühne

Weite Teil des Programms bestritt das Trio Musica als Duo. Umso glanzvoller waren die Momente, wenn Theo Geers seine sonore Bassstimme erklingen ließ. Höhepunkt war „Im tiefen Keller“, bei dem Geers seinen beachtlichen Stimmumfang demonstrieren konnte. Dahlke brauchte sich gesanglich hinter Geers nicht zu verstecken, etwa bei „O Sole Mio“, das es ihr erlaubte, ihren durchdringenden Sopran in den Vordergrund zu stellen. Weber steuerte bei einzelnen Liedern zwar Gesangsharmonien bei, ließ in erster Linie jedoch ihre Mandoline singen, was genau so schön war – ganz besonders beim mit Tremoli angereicherten „Walzer Nr. 2“ von Schostakowitsch.

Publikum stimmt ein

Am Ende legte das Publikum jegliche Zurückhaltung ab und sang lautstark mit. Bei so vielen gekonnt dargebotenen Melodien steht sicher außer Frage, dass auch das nächste Konzert des Trio Musica wieder ein großer Erfolg werden wird.