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Rehkämper: "Wertvoll für den Südkreis" Bad Rothenfelde steht zum Kurhaus

Von Heinz Schliehe | 22.09.2011, 12:27 Uhr

Auch wenn das Kurhaus in die Jahre gekommen ist, so bleibt es für Bad Rothenfelde wichtig und wertvoll. Denn nur so könnten viele Veranstaltungen stattfinden, die sonst im Südkreis nicht möglich wären, unterstrich Bürgermeister Klaus Rehkämper in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses.

Nachdem einer der drei Pächter ausgeschieden ist, bittet die BRIG nun die Gemeinde um einen monatlichen Betriebskostenzuschuss von 1800 Euro. Dieser soll nach Mehrheitsbeschluss des Ausschusses zunächst für zwei Jahre gezahlt werden, in diesem Jahr über den Nachtragshaushalt, im kommenden Jahr dann regulär.

Wie Rehkämper betonte, bestehe ein hohes öffentliches Interesse am Vorhalten der Halle. Es sei die einzige größere Veranstaltungshalle in Bad Rothenfelde. Die Stadt Osnabrück bezuschusse ihre Stadthalle jährlich mit 1,6 Millionen Euro. Das seien pro Einwohner rund 10 Euro. In Bad Rothenfelde dagegen machten der Betriebskostenzuschuss und die Übernahme der Grundsteuer für das Kurhaus jährlich lediglich 4 Euro pro Einwohner aus.

Jürgen Kraatz (FDP) stimmte gegen eine Unterstützung. Das sei keine öffentliche Aufgabe, sondern Unternehmerrisiko. Bei Gewinnen der BRIG würde die Gemeinde ja auch nichts abbekommen. Angesichts der Haushaltslage müsse die Gemeinde sogar Schulden für den Zuschuss machen. Kraatz brachte sogar einen möglichen Neubau eines Kurhauses ins Gespräch.

Norbert Patterson (CDU) sah das allerdings anders: „Als Fremdenverkehrsort sollten wir auf das Kurhaus nicht verzichten.“ Rehkämper sah durchaus Chancen für einen Neubau, wenn sich die Südkreisgemeinden zusammentun.