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Partnerschaft mit Dedemsvaart Bad Rothenfelder wollen Austausch

Von PM. | 07.12.2015, 12:53 Uhr

„Dieses Partnertreffen ist mehr als nur eine Kaffeefahrt in die Niederlande“, betonte Karl-Hans Simnoch zum Auftakt der Tagesreise nach Dedemsvaart. „Wir wollen die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dedemsvaart wieder beleben und neue Impulse setzen“ ergänzte dazu Rainer Engbert.

Seit kurzem ist er ehrenamtlicher Botschafter neben Karl-Hans Simnoch und Karl Twelkemeyer. Um etwaige Sprachbarrieren abzubauen, besucht er gemeinsam mit seiner Frau Jakoba, Ingrid Simnoch und Claudia Rehkämper bei der VHS einen Niederländisch-Kurs. Bürgermeister Klaus Rehkämper und seine Frau Claudia waren mit der Bad Rothenfelder Delegation unterwegs.

In die Jahre gekommen

 Die Partnerschaft der beiden Gemeinden blickt auf eine über 30-jährige Geschichte zurück. Vielen Bad Rothenfelder Bürgern sind die Kutsche mit dem Rosentrio beim Heimatfestumzug sowie der eine und andere Chor aus der Region bekannt. All das geht zurück auf diese Verbindung zu vormals Avereest und jetzt Dedemsvaart, welches seit 2000 zur Stadt Hardenberg gehört. Dennoch war die Zusammenarbeit etwas in die Jahre gekommen. Es brauchte neue Initiativen, Ideen und frischen Schwung. Genau das sollte der Besuch in erster Linie bezwecken. 

Überraschungsprogramm

An einem Treffunkt stiegen Alle Jan Pijlmann, Serge Brouwers und Meggi Zennipman in den Reisebus aus Bad Rothenfelde. Dieses Trio kommentierte eine Stunde lang die Besonderheiten der Provincie Overijsel rund um Hardenberg, Balkbrug bis zum Zielpunkt Dedemsvaart. Die Route führte durch eine weite Landschaft mit pittoresken Dörfern und charakteristischen Hofanlagen. Zur Begrüßung in der Torfscheune hatten die Mitglieder der Dedemsvaaria das landestypische Blätterteig-Sahne-Teilchen „Tom-Poes-Geback“, Kaffee und deftige Erbsensuppe vorbereitet.

Kalköfen

Die Gästeführer der „historische Vereniging“ zeigten die Besonderheiten des Areals um die restaurierten Kalköfen. Diese drei Bauwerke aus Backstein sind das Wahrzeichen der Gemeinde, die knapp 8000 Einwohner zählt.

Muschelkalk

In kleineren Gruppen besichtigten die Bad Rothenfelder die detailgetreue Nachbildung einer alten Schmiede, einer Schreinerei, einer Kalkverarbeitung sowie ein Boot, das Torf und Muscheln zwischen Dedemsvaart und der Küste transportierte. Aus den Muscheln wurde unter starker Hitze in den Öfen Kalk gebrannt.

„Winkelen“

Die Bad Rothenfelder schwärmten in die Julianastraat zum sogenannten Winkelen aus: Drops, Käse, Lakritz und Stroopwaffeln gehörten zu den Favoriten in den Einkaufstüten. Weitere Mitglieder der Dedemsvaaria hießen die deutschen Gäste mit einem Schnäpschen und einer gut sortieren Getränkebar Willkommen. Das Rätsel um das „Stamppotbuffet“ löste sich in ein appetitlich duftendes Geschmackserlebnis auf. Stamppot sind verschiedene herzhafte Kartoffel-Gemüse-Kombinationen zu gebratenem Fleisch.

Niederländisches Komitee verjüngt

Auch auf niederländischer Seite hatte sich das Komitee offensichtlich verjüngt. Vertreter von Gesangs-, Sport- und Wandervereinen suchten den Kontakt, um Treffen und Termine zu vereinbaren. Diakon Tobias Roggenkamp interessierte sich dafür, wie Kirchenkultur in den Niederlanden gelebt wird und was man voneinander lernen kann.

Wegweiser nach Rothenfelde

Zum Finale enthüllten die drei neuen Komiteemitglieder, Maikel van Marle, Meggi Zennipman und Serge Browers einen Armwegweiser mit Kilometerangabe bis Bad Rothenfelde. Das Gegenstück steht hier seit einigen Jahren auf dem Brunnenplatz und weist darauf hin, dass Dedemsvaart nur 168 km von Bad Rothenfelde entfernt ist.