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Landesliga: SC Melle glückt die Revanche – 3:0 gegen Bad Rothenfelde Dusinovic mit Dreierpack

Von Heike Dierks | 11.09.2011, 19:43 Uhr

Die Revanche für das Pokal-Aus vor knapp drei Wochen an gleicher Stelle ist nach einem Stotterstart doch geglückt: Vor 200 Zuschauern im Heristo-Sportpark hat der SC Melle 03 den SV Bad Rothenfelde im Landesligaderby am Sonntagnachmittag – letztendlich verdient – mit 3:0 bezwungen.

Die Aufmerksamkeit im Südkreishit konzentrierte sich besonders auf Melles Stürmer Yakup Akbayram, der beim Pokalfight Rot gesehen hatte und nun erstmals nach Ablauf der Sperre wieder mitwirken durfte. Er agierte daher hoch motiviert, war immer und überall anspielbar, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und inspirierte das Offensivspiel der Gäste durch seine Dribblings.

Doch zum Mann des Spiels avancierte ein anderer: Der Meller Grandseigneur Fatmir Dusinovic war in den entscheidenden Momenten zur Stelle und traf im Dreierpack.

Sie waren gekommen, um die unglückliche Pokalniederlage vergessen zu machen. Dabei lief bei den Grönegauern zunächst ähnlich wenig zusammen wie über weite Strecken des letzten Aufeinandertreffens. Sie wirkten nervös, teils gehemmt, ihnen unterliefen leichte Abspielfehler.

Die Platzherren hingegen, wegen des Ligafehlstarts nicht weniger motiviert als der Tabellenzweite, agierten bissig. Sie schirmten ihre Kontrahenten gut ab und waren in der Offensive bei hohen Bällen und Fernschüssen gefährlich. Nach einer halben Stunde stand für den SCM noch keine Torchance zu Buche.

Ein Missgeschick in Rothenfeldes Abwehr brachte die Wende: Verteidiger Christoffer Meyer-Potthoff war auf dem nassen Kunstrasenplatz weggerutscht, der Ball fiel Dusinovic vor die Füße, der freie Fahrt Richtung Tor hatte. In souveräner Manier legte er den Ball aus halblinker Position zur überraschenden 1:0-Führung an Torwart Frederik Witte vorbei ins lange Eck (37.).

Nun war Melles Schalter auf den Heimspielmodus umgelegt. Direkt im Anschluss hätte Markus Aulbert nach einer schönen Vorarbeit von Lukas Empen über die rechte Seite die Führung ausbauen können, doch sein Schuss strich am Kasten vorbei.

Ein 2:0 wäre zu dem Zeitpunkt des Guten aber auch zu viel gewesen. Ein solches Resultat verdienten sich die Gäste dann nach dem Seitenwechsel. Sie agierten jetzt offensiver und mutiger – eben wie ein Heimteam – und erarbeiteten sich einige Chancen. Die erste gute des zweiten Durchgangs nutzte wiederum Dusinovic: Von der linken Strafraumgrenze schlenzte er den Ball gefühlvoll zum 2:0 ins lange Eck (52.). Die Partie war entschieden. Und Dusinovic konnte machen, was er wollte – zum Beispiel das 3:0: Bei einem langen Ball auf den Regisseur war Rothenfeldes Hintermannschaft unsortiert. Dusinovic behauptete die Kugel geschickt und netzte ein (57.).

Der Spielverlauf glich einer Demütigung für den im ersten Durchgang so starken SV Bad Rothenfelde. Und die Gäste ließen in ihrem Offensivdrang nicht nach, hätten durch Dusinovic und Akbayram das Ergebnis noch erhöhen können.

„Wir haben uns anfangs schwergetan. Vielleicht auch, weil wir die letzten Spiele gegen Bad Rothenfelde verloren haben. Das Tor brachte uns Sicherheit. Wir sind dann zur zweiten Halbzeit sehr gut aus der Kabine gekommen. Ich denke, der Auswärtsfluch des Vorjahres ist überwunden“, meinte Dusinovic später erleichtert.