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Investitionen sind nötig Höhere Wasser- und Abwassergebühren in Bad Rothenfelde

Von Petra Pieper | 14.12.2016, 12:33 Uhr

In seiner ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode beschloss der Finanz- und Betriebsausschuss Gebührenerhöhungen für Wasser und Abwasser. Zuvor hatten die Mitglieder Jens Brinkmann (SPD) einmütig zum stellvertretenden Ausschussvorsitzenden bestimmt. Den Vorsitz hält Alexander Kuchenbecker (CDU) inne.

Über die Pflichtprüfung der Jahresabschlüsse 2015 von Wasserwerk und Abwasserbeseitigungsbetrieb informierte Steuerberater Redecker von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KMP. Es habe keinerlei Beanstandungen gegeben. Im Bereich Schmutzwasser wurde ein Jahresverlust von rund 31700 Euro festgestellt, beim Niederschlagswasser ergab sich ein Gewinn von 8340 Euro. Das Wasserwerk verzeichnete einen Gewinn von knapp 50000 Euro. Der Betriebsleitung wurde Entlastung erteilt.

„Unschön“

„Es ist schön, dass wir über qualitativ hochwertiges Trinkwasser verfügen und darüber hinaus von der zehnprozentigen Konzessionsabgabe profitieren“, bemerkte der Ausschussvorsitzende. Nichtsdestotrotz befinde sich der Ausschuss in der „unschönen“ Situation, über eine Gebührenerhöhung befinden zu müssen.

Muharrem Sert, zuständiger Gemeindemitarbeiter für die Eigenbetriebe Wasser und Abwasser, erklärte, die erforderliche Nachrüstung der Kläranlage sowie regelmäßige Kanalsanierungen würden eine Erhöhung der Abgaben für Schmutzwasserbeseitigung von derzeit 2,07 Euro auf 2,19 Euro pro Kubikmeter ab dem nächsten Jahr erforderlich machen. Damit liege Bad Rothenfelde im Südkreisvergleich aber immer noch günstig; für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt betrage die jährliche Mehrbelastung 18 Euro. Die Gebühren für Niederschlagswasser bleiben unverändert. Mehr aus Bad Rothenfelde 

Einwandfrei

Beim Frischwasser hat die Verwaltung eine Gebührenerhöhung von derzeit 1,51 Euro brutto auf 1,61 Euro brutto kalkuliert. Bad Rothenfelde bezieht Trinkwasser sowohl aus eigenen Brunnen wie auch aus dem Wasserbeschaffungsverband Osnabrück-Süd. Zwar seien die eigenen Brunnen finanziell günstiger, führte Bürgermeister Klaus Rehkämper aus, aber der Sicherheitspuffer durch die Mitgliedschaft im Solidarverband habe gerade erst bei der Verkeimung im letzten Jahr und bei Hitzeperioden seine Berechtigung gezeigt. Zur Sicherheit der Abnehmer, neben den Bürgern auch Kliniken und Bäder, sei zudem im letzten Jahr für 35000 Euro eine UV-Anlage angeschafft worden. Einwandfreies Trinkwasser sei unverzichtbar.

Der Ausschuss bestätigte einstimmig alle diesbezüglichen Beschlussvorschläge der Verwaltung, die versicherte, die neuen Gebühren sollten - nach derzeitigem Kenntnisstand - bis 2020 konstant bleiben.