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Einstimmiger Beschluss Gewerbepark kann weiter wachsen

Von Simone Grawe | 30.09.2011, 12:21 Uhr

Bad Rothenfelde ist vornehmlich Kurort, nicht Gewerbestandort. Dennoch: Das Interesse an gewerblichen Ansiedlungen wächst, und so soll der Gewerbepark Strang nun weiter wachsen. Der Bau- und Planungsausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplanes und dem Bebauungsplan zu, der eine Erweiterung vorsieht.

Zunächst war die Vermarktung des Gebietes zwischen Niedersachsenring, Heidländer Weg und „Heidland“ nur schleppend angelaufen. Inzwischen sind aber alle verfügbaren Flächen veräußert, das Interesse wächst sogar weiter.

Konsequenz: Eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Erweiterung des geltenden Bebauungsplanes sollen Raum für neue Ansiedlungen schaffen. Rund 4,3 Hektar umfasst die sich von Nord nach West an das vorhandene Gebiet anschließende Erweiterungsfläche.

Nachdem der Rat im Februar die niedersächsische Landgesellschaft (NLG) mit der Planung beauftragt hatte, stellte Heike Roßmann dem Ausschuss jetzt die Anregungen und Bedenken vor, die aus der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange resultierten.

Fazit nach ausführlicher Darlegung der eingegangenen Stellungnahmen: Städtebaulich und aus Sicht der Umweltbelange könne das Verfahren fortgesetzt werden, empfahl Roßmann. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.

Kritik an der Darstellung von Roßmann äußerte im Anschluss an die Sitzung Matthias Beckwermert im Namen der BUND-Kreisgruppe. Die Umweltschutzgruppe habe demnach sehr wohl darauf hingewiesen, dass ein konkreter Bedarf an Gewerbeflächen nicht vorhanden sei: Darauf sei in der Abwägung nicht eingegangen worden, bemängelte Beckwermert.

Ebenso hätte der BUND als Kompromiss die Herausnahme der schutzwürdigen Weide gegenüber dem Boschdienst aus dem Plangebiet gefordert. Auch darauf sei die NLG-Sprecherin in keiner Weise eingegangen, monierte Beckwermert. Ebenso hätte sich der BUND eine Diskussion über die Gefährdung vorhandener und gesichteter Vogelarten gewünscht. Für eine Bestandsaufnahme der Vogelwelt seien sechs Besuche nicht ausreichend.